Urban Air Mobility-Wochenende in Ingolstadt
Netzwerktreffen der UAM-Initiative und Fachtagung für Drohnen im Bevölkerungsschutz
Beim jüngsten Netzwerktreffen der Urban Air Mobility (UAM) Initiative Ingolstadt kamen über 100 Teilnehmende aus Wirtschaft, Forschung, Politik und Verwaltung zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, innovative Projekte und zukünftige Perspektiven der urbanen Luftmobilität auszutauschen.
Zwölf neue Mitglieder stellten den etablierten Netzwerkpartnern im Rahmen von kurzen Pitch-Sessions ihre Unternehmen, Ideen und Kompetenzen vor. Die Bandbreite reichte von technologischen Innovationen über 3D-Geodatenmodelle bis hin zu Softwaredienstleistungen. Die neuen Mitglieder bereichern das Netzwerk mit frischen Impulsen und unterstreichen die wachsende Dynamik im UAM-Ökosystem. Neben den Pitches bot das Programm zahlreiche hochkarätige Fachimpulse. Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gaben Einblicke in aktuelle Trends und Herausforderungen der urbanen Luftmobilität – von der technischen Entwicklung über regulatorische Rahmenbedingungen bis hin zur gesellschaftlichen Akzeptanz.
In mehreren Impulsen und einer Paneldiskussion wurden zentrale Fragestellungen, die die Branche bewegen, vertieft. Interdisziplinär und lebhaft diskutiert wurden unter anderem das Spannungsfeld zwischen ziviler und sicherheitsrelevanter Nutzung, die Zulassung unbemannter Luftfahrzeuge, die Integration von UAV (Unmanned Aerial Vehicles) in bestehende Systeme sowie die Umsetzung konkreter Anwendungsfälle und deren Skalierung. Sowohl aus dem Bundesverkehrsministerium (BMV) als auch aus dem Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt wurde die Stadt Ingolstadt in ihrem Vorhaben bestätigt, Testumgebungen zu schaffen und sich damit mittelfristig als Vertiport-Standort mit einem ersten Flugkorridor in Richtung München als Start- bzw. Zielpunkt für eVTOL, also größere Logistik- bzw. Passagierdrohnen, zu positionieren. Professor Georg Rosenfeld, Wirtschaftsreferent in Ingolstadt und Treiber der UAM Initiative Ingolstadt: „Das wachsende Netzwerk, die hochkarätigen Beiträge und die spannenden Themen zeigen, dass wir gemeinsam am Puls der Zeit liegen.“
Auch der informelle Teil der Veranstaltung kam nicht zu kurz: In den Pausen nutzten die Teilnehmenden intensiv die Gelegenheit zum Gespräch und zum Vernetzen. Ein begleitendes Open Lab des Technologietransferzentrums Unbemannte Flugsysteme (TTZ) der Technischen Hochschule Ingolstadt ermöglichte praxisnahe Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse. Ergänzt wurde das Angebot durch eine Ausstellung, in der Unternehmen und Institutionen ihre Lösungen präsentierten.
Größte deutsche Fachtagung für Drohnen im Bevölkerungsschutz
Am Folgetag wurde Ingolstadt der nationale Hotspot für 180 Fachexperten aus Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Rettungsdienste, Polizei, Feuerwehren, THW oder Bergwacht nutzen Drohnentechnologien als ergänzendes Einsatzmittel beispielsweise zu Lageerkundung und Logistik. Die Fachtagung „Drohnen im Bevölkerungsschutz“ wird durch das Bayerische Rote Kreuz federführend organisiert, in Kooperation mit der UAM-Initiative der Stadt Ingolstadt und dem Technologie-transferzentrum Unbemannte Flugsysteme der THI- Sie ist auf nationaler Ebene die größte Fachveranstaltung für zivile und BOS-Anwendungen ihrer Art und bietet aktuelle Informationen rund um Regulatorik, Datenschutz und Skalierung, präsentiert neueste Technologien und bietet regen Austausch zwischen den Blaulicht-Organisationen.
Das große UAM-Wochenende in Ingolstadt mit dem renommierten Netzwerktreffen und der BOS-Fachtagung verdeutlichten einmal mehr die Bedeutung der Zusammenarbeit über Sektorengrenzen hinweg, um die unbemannte Luftmobilität erfolgreich voranzubringen. Mit neuen Mitgliedern, frischen Ideen und gestärkten Partnerschaften setzt das Netzwerk wichtige Impulse für die weitere Entwicklung dieses Zukunftsfeldes.
Über das Netzwerk
Die UAM Initiative Ingolstadt mit über 100 Partnern vernetzt seit 2018 erfolgreich Akteurinnen und Akteure aus unterschiedlichen Bereichen, um die Entwicklung und Umsetzung urbaner Luftmobilitätslösungen – insbesondere in der Stadt und der umliegenden Region – gezielt voranzutreiben. Ihr Anspruch ist es, Innovationen zu beschleunigen, Wissen zu bündeln und gemeinsam tragfähige Konzepte für die Mobilität der Zukunft zu entwickeln – und damit eine einstige Vision auf ihrem Weg in die gelebte Realität aktiv zu begleiten.
