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27.02.2026

Kloster feiert Jubiläum

OB Dr. Michael Kern besucht Franziskanerinnen

Seit 750 Jahren leben und arbeiten die Franziskanerinnen in Ingolstadt. Anlässlich des Jubiläums besuchte Oberbürgermeister Dr. Michael Kern in dieser Woche das Kloster St. Johann im Gnadenthal in der Harderstraße. Begleitet wurde er dabei von einer kleinen Delegation aus Ehrenbürgern sowie den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrats.

Oberin Edith Heubl und ihre Mitschwestern gewährten seltene Einblicke und führten die Gäste durch die Klosteranlage, die mit der Heiligen Stiege, einer Klosterapotheke, einer Bibliothek und den künstlerischen Werken von Schwester Euphemia Blaschke einige kulturhistorische und künstlerische Besonderheiten zu bieten hat. Der Oberbürgermeister lobte im Austausch mit den Schwestern ihr segensreiches Wirken und gratulierte einer der ältesten Institutionen der Stadt zum besonderen Jubiläum.

Jubiläumsprogramm

Auch die Öffentlichkeit kommt im Jubiläumsjahr in den Genuss, das Kloster und die Franziskanerinnen näher kennenzulernen. Auf dem Jubiläumsprogramm stehen am 21., 22., 28. und 29. März, jeweils um 14, 14.30, 15 und 15.30 Uhr ein kleiner Klosterrundgang. Am Sonntag, 17. Mai, um 15 Uhr folgt ein Vortrag zu den Urkunden des Klosters von Dr. Beatrix Schönewald und im Anschluss um 18 Uhr eine Maiandacht. Am Sonntag, 21. Juni, feiert die Klosterkirche um 10 Uhr ihr Patrozinium und um 15 Uhr hält Edmund Hausfelder einen Vortrag über die Oberin Iphigenia Osanna von Zimmern. Darüber hinaus ist am 13. September um 15 Uhr ein Vortrag über die Apotheke geplant, am 4. Oktober und am 22. November werden Festgottesdienste gefeiert und ab dem 6. Dezember ist eine Weihnachtsausstellung terminiert.

Geschichte

Die Kongregation wurde 1276 in Ingolstadt gegründet – 50 Jahre nach dem Tod des heiligen Franz von Assisi. 1830 begannen die Franziskanerinnen mit dem Betrieb einer Mädchenschule in Ingolstadt, später folgten die höhere Töchterschule, eine Handelsschule, eine Realschule, eine Oberrealschule und ein Gymnasium. 2002 übergaben die Schwestern die Verantwortung für die Schulen an das Bistum Eichstätt. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz für die Bildung von Mädchen und jungen Frauen haben die Schwerstern einen erheblichen Beitrag für die Bildung in Ingolstadt geleistet.
Ausgehend von Ingolstadt gründete der Orden Missionen. Neben der Kongregation in Ingolstadt sind die Franziskaner-Schwestern seit 1938 auch in Brasilien und seit 2008 in Angola niedergelassen.