Einsatzlagen mit Gas
Feuerwehren trainieren bei den Stadtwerken
Mehrere Meter hoch schlugen die Flammen in den Himmel: Auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke Ingolstadt fand am Samstag, 18. April, eine umfassende Schulung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Ingolstadt zum Thema Gasschäden und Gasbrände statt.
Ziel der Fortbildung war es, die Einsatzkräfte auf seltene, aber besonders anspruchsvolle Einsatzlagen vorzubereiten und gleichzeitig die bewährte Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Berufsfeuerwehr und Stadtwerken weiter zu stärken. „Auch wenn derartige Vorfälle die absolute Ausnahme sind, ist es uns besonders wichtig, die Einsatzkräfte auf den Ernstfall vorzubereiten und die ohnehin schon gute Zusammenarbeit weiter zu optimieren. Deshalb führen wir diese Übung regelmäßig durch“, sagt Hubert Stockmeier, Geschäftsführer der Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH.
Der Schulungstag begann am Vormittag mit theoretischen Grundlagen rund um das Thema Erdgas. Fachreferenten des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches) vermittelten Kenntnisse zu Eigenschaften, Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen. Ergänzend erläuterte Brandamtmann Dominic Uhlhorn von der Berufsfeuerwehr Ingolstadt die einsatztaktische Vorgehensweise bei Erdgaseinsätzen.
Am Nachmittag stand die Praxis im Mittelpunkt. Mitarbeitende der Stadtwerke Ingolstadt stellten verschiedene Gasspürgeräte vor und demonstrierten provisorische Absperrmöglichkeiten wie das Quetschen von Leitungen sowie das Setzen von Absperrblasen. Zudem wurde das taktisch richtige Vorgehen beim Löschen von Gasbränden trainiert.
Ein besonderer Höhepunkt war eine realitätsnahe Brandsimulation: In einer abgesicherten Grube wurde Erdgas kontrolliert aus einer offenen Leitung entzündet. Die meterhohen Flammen konnten anschließend innerhalb weniger Sekunden mit einem Pulverlöscher erfolgreich bekämpft werden.
Insgesamt nahmen mehr als 40 aktive Feuerwehrangehörige an der Fortbildung teil und konnten wertvolle praktische Erfahrungen für ihre jeweiligen Standorte mitnehmen.
