Hochkarätige Orgelmatinee mit Jörg Abbing am 5. Juli
Die beliebte Konzertreihe „Orgelmatinee um Zwölf“ in der Asamkirche Maria de Victoria Ingolstadt wird am Sonntag, 5. Juli, um 12 Uhr fortgesetzt. Zu Gast ist der renommierte Organist und Hochschulprofessor Jörg Abbing (Saarbrücken), der ein anspruchsvolles und klanglich vielseitiges Programm präsentiert.
Im Zentrum der Matinee stehen bedeutende Werke der Orgelmusik vom Frühbarock bis zur Hochblüte des Barock. Den Auftakt bildet die ausdrucksstarke Toccata d-Moll von Michelangelo Rossi (um 1601–1656), die mit ihrer freien, improvisatorischen Anlage einen eindrucksvollen Einblick in die italienische Frühbarocktradition bietet. Es folgt die Ciacona f-Moll von Johann Pachelbel (1653–1706), deren variationsreiche Gestaltung zu den eindrucksvollsten Beispielen süddeutscher Orgelkunst zählt.
Mit Johann Sebastian Bach (1685–1750) erreicht das Programm einen weiteren Höhepunkt: Das Choralvorspiel „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ BWV 662 besticht durch seine kunstvolle Ornamentik und meditative Tiefe. Den Abschluss bildet Bachs Concerto a-Moll BWV 593 nach Antonio Vivaldis Concerto für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo a-Moll op. 3/8 (RV 522). In den Sätzen Allegro – Adagio – Allegro entfaltet sich die Übertragung italienischer Konzertform auf die Orgel in brillanter Weise.
Jörg Abbing, geboren 1969 in Duisburg, ist seit 1995 Kantor und Organist an der Evangelischen Stiftskirche St. Arnual in Saarbrücken. 2011 wurde er auf eine Professur für Liturgisches Orgelspiel und Orgelimprovisation an die Hochschule für Musik Saar berufen, wo er von 2020 bis 2024 zudem als Prorektor für Forschung und Lehre tätig war. Darüber hinaus wirkte er von 2023 bis 2024 als Gastprofessor am Conservatoire in Luxembourg.
Seine umfassende Ausbildung erhielt Jörg Abbing in Düsseldorf und Saarbrücken in den Fächern Kirchenmusik, Konzertfach Orgel, Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Germanistik. Wichtige künstlerische Impulse erhielt er unter anderem bei Gaston Litaize sowie im Privatstudium in Paris bei André Isoir (Orgel) und Naji Hakim (Improvisation). 1996 schloss er sein Konzertexamen ab, 2007 promovierte er mit einer Arbeit über die Orgelwerke von Maurice Duruflé.
Neben seiner Konzerttätigkeit im In- und Ausland ist Jörg Abbing ein gefragter Dozent, unter anderem seit 1999 beim Festival de la musique improvisée in Lausanne. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen sowie Veröffentlichungen in Fachzeitschriften dokumentieren seine vielseitige künstlerische und wissenschaftliche Arbeit.
Das Programmheft 2026 mit allen Künstlerinnen und Künstlern der kommenden Matineen ist digital abrufbar unter www.kulturamt-ingolstadt.de/orgelmatinee. Hier sind auch die Termine bekannt gegeben, an welchen Sonntagen die Orgelmatineen stattfinden. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei, um Spenden wird gebeten.
