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Vogelschutz über der Donau

Hubschrauber im Einsatz für den europäischen Biotopverbund

Eine Reihe von Hochspannungsleitungen queren die Donau zwischen Neuburg und Ingolstadt und stellen eine große Gefahr für Vögel dar. Netzbetreiber Bayernwerk hat deshalb vergangene Woche die Leitungen in diesem Bereich von einer Spezialfirma mit sogenannten Vogelschutzmarkierungen ausstatten lassen. In einem spektakulären Manöver wurden die Marker von einem Hubschrauber aus montiert. Markiert wurden die besonders kollisionsgefährdeten Leiterseile, die als Blitzableiter die höchsten Punkte der Strommasten verbinden.

Die Donauauen, die natürlichen Feuchtgebiete und die künstlichen Stauseen sind Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiete für eine Vielzahl von Vogelarten. Gleichzeitig ist die Donau eine wichtige Leitlinie und soll mit dieser Aktion als zentrale Ost-West-Achse für den europäischen Vogelzug gesichert werden.
Im Rahmen des Interreg-Projekts DANUBEparksCONNECTED werden nicht nur die Stromleitungen in unserer Region markiert, sondern im gesamten Donauraum von der Quelle bis zur Mündung. Ein Bereich, der sich über rund 2.880 Kilometer erstreckt und von mehr als zweihundert Hoch- und Höchstspannungsleitungen gekreuzt wird.

DANUBEPARKS, das Netzwerk der Donau-Schutzgebiete, mit seinen Gründungsmitgliedern Landkreis Neuburg-Schrobenhausen und Stadt Ingolstadt, ist seit 2009 in der grenzüberschreitenden Naturschutzarbeit an der Donau aktiv. 2017 startete aus diesem Netzwerk heraus das europäische Interreg-Projekt DANUBEparksCONNECTED, bei dem für die Schutzgebiete in neun Donauanrainerstaaten Strategien und Maßnahmen zur Sicherung der Donau als Bio-Korridor zu Land, zu Wasser und in der Luft entwickelt wurden. Eine dieser Maßnahmen ist die Markierung der donauquerenden Stromleitungen.