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Literatur

Als Schauplatz der Literatur hat Ingolstadt nicht nur durch die Erwähnung in Mary Shelleys Roman über Frankenstein, sondern auch durch das großartige Werk der Dramatikerin Marieluise Fleißer Berühmtheit erlangt.
Diese Rubrik veranschaulicht, dass es darüber hinaus noch viel mehr im Bereich der schreibenden Kunst zu bieten hat. 

Ingolstädter Literaturtage

Die 28. Ingolstädter Literaturtage vom 6. bis 23. Juni 2021 waren der Startschuss für ein neues Konzept. Dies war bereits für das vorige Jahr vorgesehen, doch ausgebremst von Corona konnte es nicht an den Start gehen. Heuer wurde es erstmalig umgesetzt und sah folgendes vor:

Künftig werden die jeweils aktuellen Marieluise-Fleißer-Preisträger/-innen einen Teil des Festivals gestalten. Den Anfang machte Iris Wolff, die ein kleines Festival im Festival präsentiert. Dazu lädt die Preisträgerin Autoren/-innen ein, zu deren Werken oder Person sie persönlich einen Bezug hat.

Die Kuratorin Iris Wolff über „ihr Festival im Festival“: „Ich freue mich über die Möglichkeit, Ihnen Autorinnen und Autoren vorzustellen, die in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur unverwechselbare Wortwelten schaffen. Sie erzählen von Verwandlungen und Übergängen, und schenken – zwischen Bildern der Vergangenheit und Visionen der Zukunft – eine Perspektive auf Herausforderungen der Gegenwart.“

„Durch die Einbindung des jeweiligen Fleißerpreisträgers werden die Literaturtage noch attraktiver und erhalten ein unverwechselbares Gesicht. Gleichzeitig wird die Verbindung des jeweiligen Preisträgers zu Ingolstadt gestärkt“, so Kulturreferent Gabriel Engert.

Das Publikum konnte sich auf Lesungen sowohl namhafter Autoren/-innen als auch auf den Nachwuchs freuen. Denn die Schreibnachwuchsförderung bleibt als wichtige Säule der Literaturtage bestehen.

Die literarischen Begegnungen fanden teils in einem außergewöhnlichen Ambiente statt. Sei es auf dem Dachgarten im KAP94, im Flair von 1001 Nacht in der Kulturoasis oder umgeben von historischer Kulisse in der Stadtbücherei im Herzogskasten, der Harderbastei sowie im Arzneipflanzengarten des Medizinhistorischen Museums.

www.kulturamt-ingolstadt.de


Biografie Iris Wolff:

Iris Wolff ist 1977 in Hermannstadt geboren und im Banat und in Siebenbürgen aufgewachsen. 1985 emigrierte sie mit ihrer Familie nach Deutschland. Studium der Germanistik, Religionswissenschaft und Grafik & Malerei in Marburg an der Lahn.
Für ihre Romane, die im Spannungsfeld der wechselvollen Geschichte des vergangenen Jahrhunderts angesiedelt sind, wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Literaturpreis ALPHA und dem Otto-Stoessl-Preis. 2019 erhielt sie den Thaddäus-Troll-Preis, und die Stadt Ingolstadt ehrte sie für ihr Gesamtwerk mit dem Marieluise-Fleißer-Preis. 2020 wurde ihr das Stipendium des Reinhold-Schneider-Preises zugesprochen; 2021 der Marie Luise Kaschnitz-Preis, der Evangelische Buchpreis, der Solothurner Literaturpreis und der LiteraTourNord.

Veröffentlichungen (Auswahl):
Halber Stein, 2012
Leuchtende Schatten, 2015
So tun, als ob es regnet, 2017
Die Unschärfe der Welt, 2020

Bibliotheken, Büchereien und literarische Gruppen

Schanzer Schülerschreibwettbewerb

Im Rahmen der Literaturtage findet jedes Jahr ein Schülerschreibwettbewerb in den Altersgruppen 4. bis 12. Klasse zu unterschiedlichen Themen statt. Die Jury setzt sich aus Mitgliedern zusammen, die allesamt dem Berufsfeld Literatur angehören.

Schreibwettbewerb 2021 zum Thema „Wunder“

Der Schüler/-innenschreibwettbewerb im Rahmen der diesjährigen Ingolstädter Literaturtage widmet sich dem Thema „Wunder“.
Mitmachen können alle Ingolstädter Schüler/-innen, die im Schuljahr 2020/2021 mindestens eine vierte Klasse besuchen (ab 9 Jahren). Die Teilnahme ist bis zur 12. Klasse möglich (bis einschließlich 18 Jahren).

Die Kurzgeschichten sind in computergeschriebener Fassung einzureichen. Die Länge der Beiträge darf einen Umfang von zehn Seiten (Arial, Schriftgröße zwölf) nicht überschreiten. Die Blätter dürfen nur einseitig beschrieben sein (bitte nicht zusammenheften
oder binden).

Die selbst verfassten Beiträge sind bis spätestens Freitag, 30. April, bei der Gemeinnützigen Ingolstädter VeranstaltungsGmbH, Ziegelbräustraße 7, 85049 Ingolstadt oder per E-Mail an inva@ingolstadt.de einzureichen.

Pro Verfasser/-in ist nur ein Beitrag zugelassen, Gemeinschaftsproduktionen von Klassen oder Gruppen können bei der Bewertung nicht berücksichtigt werden. Es werden nur Prosa-Texte, also Erzählungen oder Kurzgeschichten, bewertet. Lyrische Texte (Gedichte), Bildergeschichten oder Comics sind unzulässig.

Selbsterstellte Zeichnungen oder selbstgeschossene Bilder als Ausschmückung der Texte sind selbstverständlich erlaubt – und auch erwünscht!

Wer zu den Preisträgern/-innen gehört, entscheidet eine Jury, deren Mitglieder beruflich mit Literatur zu tun haben. Die Entscheidung dieses Gremiums ist endgültig, der Rechtsweg ausgeschlossen.

Die feierliche Siegerehrung mit Übergabe der Preise wird voraussichtlich am Sonntag, 6. Juni stattfinden.

Weitere Informationen zum Schülerschreibwettbewerb 2021 finden Sie hier.