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Hort Hundertschritt

Im städtischen Hort Hundertschritt werden 90 Kinder, welche die erste bis vierte Klasse besuchen, betreut.

Der Hort Hundertschritt liegt im Süden von Ingolstadt. Die Einrichtung befindet sich im dritten Stock der Grundschule an der Münchener Straße.
Durch den nahe gelegenen Hauptbahnhof ist die Busanbindung sehr gut. Gegenüber der Einrichtung befindet sich eine Parkanlage mit Spielplatz und großen Grünflächen.

Beginn & Ende (Schulzeit/Ferienzeit)

Schulzeit: Ende des Schulunterrichts & Abholzeiten

Die Kinder kommen nach Unterrichtsschluss, 11:20, 12:15 oder 13:00 Uhr, selbständig in den Hort.
Die Abholzeit richtet sich nach den Buchungszeiten bis 17:00 Uhr.

Ferienzeit: Bring- & Abholzeiten

Die Bringzeit ist von 07:30 bis 09:00 Uhr.
Die Abholzeit richtet sich nach den Buchungszeiten bis 17:00 Uhr.

Zur Abholung der Kinder sind berechtigt:

  • Personensorgeberechtigte des Kindes
  • Abholberechtigte durch Auflistung im Betreuungsvertrag
  • Personen, die nicht als abholberechtigt im Betreuungsvertrag aufgelistet sind, benötigen das schriftliche Einverständnis der Personensorgeberechtigten und müssen am Tag des Abholens ihren Personalausweis mit sich führen
  • Geschwister, die mindestens 13 Jahre alt sind

Schließzeiten des laufenden Schuljahres

Tag/Zeitraum Grund der Schließung

Mi., 31.10. bis

Fr., 02.11.2018

Herbstferien

Do., 27.12.2018 bis

Fr., 04.01.2019

Weihnachtsferien

Mo., 04.03. bis

Di., 05.03.2019

Faschingsferien

Mi., 17.04. bis

Do., 18.04.2019

Konzeptionstage

Di., 11.06. bis

Fr., 14.06.2019

Pfingstferien

Di., 13.08. bis

Mo., 02.09.2019

Sommerferien

Es ist jeweils der erste und letzte Ferientag angegeben.

Während der Sommerferien hat immer mindestens eine städtische Kindertageseinrichtung geöffnet, so dass Hortkinder bei Bedarf in einem anderen städtischen Hort betreut werden können.

Tagesablauf

Mittagszeit

Ankommen, je nach Stundenplan

Die Schulkinder kommen selbständig in den Hort und werden in wertschätzender Atmosphäre vom Personal begrüßt.

Gemeinsames Mittagessen, orientiert am Unterrichtsende

Mahlzeiten bieten den Kindern die Möglichkeit zur Begegnung und zur Bildung. Eine angenehme Stimmung entsteht, wenn Kinder selbstbestimmt für sich und die Tischgemeinschaft agieren können.

Nachmittag

Freies Lernen und Spielen

Funktionsräume, ein Garten und die Turnhalle bieten den Kindern Möglichkeiten ihre Kompetenzen auszubauen. Im Zusammensein mit Gleichaltrigen lassen sich Ansichten und Ideen aushandeln.

Hausaufgabenzeit

Die Kinder erledigen ihre Hausaufgaben eigenverantwortlich, dabei stehen ihnen die Pädagogen/-innen unterstützend zur Seite und schaffen den Rahmen für ein ruhiges Lernklima.

Gezielte Aktivitäten

Lerninhalte werden für die Kinder altersentsprechend aufbereitet und fokussieren unterschiedliche Bildungsbereiche. Die Pädagogen/-innen motivieren und begleiten.

Projektarbeit

Der Fokus liegt auf den Fragen der Kinder. Pädagogen/-innen greifen die Interessen der Kinder auf, geben Impulse und ermutigen dadurch weiter an einem Thema zu forschen. Ein Projekt entsteht.

Gartenzeit oder / und Spaziergänge

Aktivitäten außerhalb geben den Kindern die Möglichkeit, ihr Wissen über die Natur und die Umwelt zu erweitern. Bewegung ist für die gesamte Entwicklung der Kinder bedeutsam. Der natürlichen Bewegungsfreude des Kindes wird viel Raum gegeben.

Freizeitgestaltung (freitags, da keine Hausaufgabenzeit)

Nach den Interessen der Kinder finden besondere Aktivitäten, Kinderkonferenzen, Projekte, Geburtstagsfeiern usw. statt.

Abholzeit je nach Buchung

Ein kurzer Austausch zwischen Erzieher/in, Kind und Abholberechtigten gibt die Möglichkeit Wichtiges zu übermitteln.

Tagesablauf in den Ferien

Freizeitgestaltung

Beim Ferienprogramm geht es vor allem darum, die Freizeitkompetenz der Kinder zu stärken. Sie haben die Möglichkeit ihre Interessen und Wünsche in die Tagesplanung miteinzubringen.

Gezielte Aktivitäten

Verschiedene Inhalte werden für die Kinder altersentsprechend aufbereitet und z. B. Projekte realisiert, Ausflüge gestaltet oder gemeinsame Spiele gemacht.

Team

Das Team der Kindertageseinrichtung setzt sich, entsprechend der gesetzlichen Vorgaben, zusammen aus einer Leitung, einer stellvertretenden Leitung, pädagogischen Fachkräften, pädagogischen Ergänzungskräften sowie mindestens einer/m hauswirtschaftlichen/m Mitarbeiter/in. Die Stadt Ingolstadt bildet Personal aus und somit sind stets auch Praktikanten und Praktikantinnen aller pädagogischen Berufsgruppen in unseren Einrichtungen vertreten.

Räumlichkeiten & Außenanlage

Räumlichkeiten

Der Hort befindet sich im dritten Stock der Grundschule an der Münchener Straße. Die Gruppenräume sind nach bestimmten Schwerpunkten eingerichtet, so gibt es einen Bauraum, eine Kreativwerkstatt, einen Experimentier- und Rollenraum und ein Spielzimmer.
Ein großer und kleiner Speiseraum sowie ein Bewegungsraum laden zum Verweilen ein.
Zur Hausaufgabenbetreuung stehen dem Hort vier Klassenräume der Schule zur Verfügung.
Weitere Räume der Schule können je nach Belegung mitgenutzt werden.

Außenanlage

Die Hortkinder nutzen den Pausenhof und die Rasenfläche der Grundschule.
Außenspielgeräte und verschiedene Fahrzeuge stehen den Kindern zur Verfügung.

Kooperation & Vernetzung

Zusammenarbeit mit der Schule

Der Hort Hundertschritt pflegt einen engen Kontakt zur Grundschule an der Münchener Straße.
Es findet ein regelmäßiger Austausch mit der Schulleitung und den Lehrern statt, die Einwilligung der Eltern ist vorausgesetzt.
Hort und Schule arbeiten bei Veranstaltungen der Eltern, Lehrer oder sonstigen Treffen eng zusammen.

Fachdienste

Die Kooperation mit anderen fachlichen Einrichtungen und Diensten ist ein fester Bestandteil der Arbeit in der Kindertageseinrichtung. Bei Bedarf und in Absprache mit den Eltern wird mit allgemein sozialen Diensten und dem Gesundheitsamt zusammengearbeitet.

Essen & Trinken

Frühstück (nur in der Ferienzeit)
Die Kinder bringen ihr Frühstück von zu Hause mit.

Mittagessen

Die städtischen Kindertageseinrichtungen bieten täglich ein warmes Mittagessen mit einem Bioanteil von mindestens 50 Prozent an.
Die Speisen werden nach dem Cook & Freeze-Verfahren vom Essensanbieter bis zu einem bestimmten Punkt vorgegart und anschließend in den „Tiefkühlschlaf“ versetzt, um die Frische der Produkte zu bewahren. In den Kitas werden diese dann auf den Punkt fertig zubereitet.
Ergänzend dazu gibt es Obst, Rohkost, Salate oder Milchprodukte. Gesundheitliche und religiöse Bedürfnisse werden berücksichtigt.
Die Abrechnung des Mittagessens erfolgt auf den Tag genau. Der Preis für ein Mittagessen ist der Gebührensatzung (§ 4 Abs. 5) zu entnehmen.

Nachmittagsbrotzeit

Die Kinder bringen ihre Brotzeit mit. Zu bestimmten Aktionen stehen frisches Obst und Gemüse zur Verfügung, das von den Eltern nach Absprache abwechselnd mitgebracht wird.

Getränke

Jeden Tag stehen den Kindern Getränke zur Verfügung, die von der Kita bereitgestellt werden.

Frischkost: Obst, Gemüse als Rohkost, Milchprodukte

Frisches Obst oder Gemüse als Rohkost oder Milchprodukte werden angeboten.

Pädagogische Konzeption

Die Stadt Ingolstadt ist als Träger der Städtischen Krippen, Kindergärten, Häuser für Kinder und der Horte verantwortlich für die Betriebsführung, die Finanzierung und die Qualitätssicherung der Häuser.

Sie übernimmt die Verantwortung für die Beachtung und Umsetzung der gesetzlichen Grundlagen (z. B. Grundgesetz, SGB VIII, BayKiBiG, BayIntG und der Ausführungsverordnung AVBayKiBiG), sowie der UN Kinderrechtskonvention (1989) und der UN Behindertenrechtskonvention (2009).  

Die pädagogische Konzeption aller städtischen Kindertageseinrichtungen orientiert sich am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP), der als Grundlage der pädagogischen Arbeit im Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) verankert ist und an der Handreichung Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren, sowie der Bayerischen Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit und der pädagogischen Empfehlung für die Arbeit in bayerischen Horten.

Wir gehen hierbei davon aus, dass das Kind von Geburt an seine Entwicklung und Bildung aktiv mitgestaltet. Die natürliche Wissbegier des Kindes wird dabei als wertvolle Voraussetzung angesehen. Die Kita bietet dazu, eine in Bezug auf die personalen, sozialen und physischen Kompetenzen, anregende Umgebung, die eine gute Voraussetzung für Lernen und Entwicklung darstellt.

Wichtig ist uns dabei, das Spiel als die elementarste Form des Lernens anzusehen. In einer wertschätzenden Atmosphäre kann sich das Kind seinem individuellen Stand entsprechend entwickeln.

Das Kind kommt in die städtische Kita Hundertschritt

Den Eltern werden beim Aufnahmegespräch die pädagogischen Ziele und Schwerpunkte der Einrichtung erläutert und in Form der Leistungsbeschreibung mit pädagogischer Konzeption mitgegeben. Im Anamnesegespräch mit den Eltern erfährt die Einrichtung erste Informationen über das Kind und sein Umfeld.

Ebenso freuen wir uns über die Teilnahme des anzumeldenden Kindes, damit es sich erste Eindrücke über Räume, Ausstattung, Personal und Kinder machen kann.

Vor Beginn des Hort- und Schulkindergartenjahres findet ein Informationselternabend für neue Eltern statt.

Jedes Kind bewältigt Übergänge in seinem individuellen Tempo. Wir begleiten und geben dem Kind Zeit, neue Verhaltensweisen zu erproben, sich in neue Situationen einzufinden und sein Leben neu zu organisieren.

Im Vordergrund steht für uns das Kind als eigenständiges Wesen, welches das Recht hat, seine kindlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Wir beschäftigen uns intensiv mit dem gegenseitigen Kennenlernen, erklären und verdeutlichen Zusammenhänge. Das Kind soll die Möglichkeit haben, von sich zu erzählen, sich mit anderen Kindern der Gruppe anzufreunden und gemeinsam aktiv zu werden.

Wir regen dazu an, den Tagesablauf kennen zu lernen und mit der Zeit aktiv mit zu gestalten. Wir setzen voraus, dass das Kind so akzeptiert wird wie es ist, ernst genommen wird und die Chance hat sich zu entfalten.

Das Kind kommt vom Schulkindergarten in die Schule

Gemeinsam mit den Eltern werden während des einjährigen Schulkindergartenjahres Ziele bezüglich der „Schulfähigkeit“ erarbeitet und evaluiert.

Eltern werden bei der Wahl der geeigneten Schule von uns beraten und mit ihrer Einwilligung zum fachlichen Austausch über ihr Kind mit der Schule eingeladen.

Für jeden Schulsprengel bieten die dazugehörigen Kindergärten gemeinsam mit der Schule einen Einschulungselternabend an. Dieser informiert umfassend über den Ablauf der Schuleinschreibung und die ersten Tage in der Schule.

Das Kind kommt aus dem Hort - und wie geht es weiter?

Sofern Eltern ihr Kind nach Vollendung der 4. Klasse bzw. der Hortzeit weiterhin durch eine pädagogische Institution betreuen lassen wollen, beraten wir und geben Auskunft über mögliche Adressen.

Pädagogischer Schwerpunkt

Der Erwerb und die Stärkung der Basiskompetenzen ist die grundlegende Zielsetzung unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Kindertageseinrichtung.

Die personale Kompetenz und die Kompetenz mit Veränderungen und Belastungen umzugehen (Widerstandsfähigkeit) beinhaltet die Förderung des positiven Selbstwertgefühles und der Selbstsicherheit, welche zu Lern- und Leistungsfähigkeit führt. Dazu gehört zu lernen, Aufgaben selbständig zu meistern, Risiko und Stresssituationen konstruktiv bewältigen zu können, um sich zu einer selbständigen Persönlichkeit zu entwickeln.

Durch die Kompetenz zum sozialen Handeln im sozialen Kontext lernen die Kinder Beziehungen aufzubauen, Verantwortung für das eigene Verhalten, für andere Menschen, die Umwelt und Natur zu übernehmen, Empathie zu entwickeln und Konflikte angemessen zu lösen. Das Zusammenleben fördert die Wertschätzung anderer Menschen mit ihren Interessen, Gefühlen und Kulturen. Mit der Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe lernt das Kind seine eigene Position nach außen zu vertreten, aber gleichzeitig andere Meinungen zu akzeptieren.

Lernen, wie man lernt (Wissen bewusst und gezielt erwerben, organisieren und abrufen) und dieses Wissen verantwortungsvoll anzuwenden, nennt man die lernmethodische Kompetenz.

 

Um diese für den weiteren Lebensweg notwendigen Basiskompetenzen bei den Kindern zu fördern, arbeiten wir nach folgenden pädagogischen Schwerpunkten:

Kinder sind in Bewegung

„Lernen durch Bewegung“ ist das Leitbild unserer gesamten pädagogischen Arbeit mit dem Ziel, die individuelle Entwicklung eines jeden Kindes hin zu einer motivierten und leistungsfähigen Persönlichkeit zu unterstützen.

Kinder brauchen vielfältige Bewegungsmöglichkeiten, um sich selbst und die Welt um sie herum wahrzunehmen und zu „begreifen“. Bewegung ist eine wichtige Grundlage für die Entfaltung eines gesunden Selbstwertgefühls und für die Entwicklung von Denkstrukturen.

Durch Bewegung ist der ganze Körper in Aktion, das heißt, Kinder lernen mit all ihren Sinnen und werden dadurch ganzheitlich gefordert und gefördert. Körper-, Material- und Sozialerfahrungen werden den ganzen Tag über gesammelt. Lernen durch Bewegung ist körperlich-motorisches Lernen verknüpft mit geistig-seelischem Lernen. Das Gefühl, etwas bewirken zu können, wurzelt in der Erfahrung körperlicher Geschicklichkeit und Sicherheit. Dieses Kompetenzgefühl ist grundlegend für den Aufbau von Selbstvertrauen bei Leistungsanforderungen und bildet somit den Grundstock für das Lernen in der Schule. Das Wichtigste für die Kinder ist dabei, dass diese Art von Lernen sehr viel Spaß bereitet.

Die offenen Gruppen

Jedes Hort-/Schulkindergartenkind ist einer Stammgruppe zugeteilt, kann jedoch während des Tages im ständigen Kontakt mit den Kindern und dem Personal der anderen Gruppe sein. Dies geschieht während des Mittagessen und dem selbstbestimmten Spielen und Lernen in den verschiedenen Aktionsräumen oder im Garten.

Durch die Öffnung der Gruppen und die Raumgestaltung nach den Bedürfnissen der Kinder vergrößert sich das Raumangebot und die verschiedenen Spiel- und Gestaltungsmöglichkeiten. Dadurch haben die Kinder die Möglichkeit, selbstbestimmt ihre individuellen Spiel- und Kontaktbedürfnisse auszuleben.

Dem Drang der Kinder, besonders im Grundschulalter nach Unabhängigkeit, Selbständigkeit ohne direkte Beobachtung von außen kommen wir entgegen, indem wir ihnen spezielle Freiräume gewähren, die jedoch in zeitlichen Abständen regelmäßig beaufsichtigt werden. Beispiele hierfür sind das selbstbestimmte Wechseln innerhalb der Räumlichkeiten oder in den Garten und das Spielen einzelner Kinder in Gruppe Dreistein, die durch eine Glastür zu Gruppe Zweistein getrennt ist.

Lust am Lernen im Schulkindergarten

Der Schulkindergarten hat das Ziel, die vom Schulbesuch zurückgestellten Kinder zur Schulreife zu führen. Jedes Kind wird entsprechend seiner individuellen Möglichkeiten in seiner gesamten Persönlichkeit gefördert, damit es an Selbstsicherheit und Selbstvertrauen gewinnt. Es soll aber nicht nur in seiner Schulfähigkeit, sondern auch in seiner Schulbereitschaft gestärkt werden. Die Angebote des Schulkindergartens führen langsam von den Formen des vorschulischen Lernens zu den spezifischen Formen des Lernens in der Grundschule. Mit der Einführung von Hausaufgaben, sinnvollen spielenden Tätigkeiten und dem verantwortungsvollen Umgang von gestellten Aufgaben, sollen die Kinder „das Lernen lernen“ und werden so der mehr sachbezogenen Erlebniswelt des Schulkindes zugeführt.

 

Die Förderung erfolgt im Rahmen eines festen Tagesablaufs, sowohl in der gesamten Gruppe, als auch in der Kleingruppe oder individuellen Einzelförderung.

Das Ziel der Schulfähigkeit soll erreicht werden durch

  • die Hinführung zur Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit
  • die Erhöhung der Frustrationstoleranz
  • die Förderung der Konzentrationsfähigkeit und des Aufgabenverständnisses
  • das Erlangen von Arbeitshaltung
  • die Einübung von sozialen Verhaltensweisen
  • die Förderung der Gruppenfähigkeit
  • die Persönlichkeitsentfaltung und
  • die Förderung der Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit.

Hausaufgaben im Hort - "MEINE Hausaufgaben mache ICH"

Nach dem Prinzip „Hilf mir es selbst zu tun“ geben wir den Hortkindern Raum, Zeit und Ruhe mit Unterstützung des pädagogischen Fachpersonals ihre Hausaufgaben in ca. 1 ½ Stunden in der Zeit von 13.30 Uhr bis max. 15.00 Uhr zu erledigen.

Zur optimalen Erledigung der Hausaufgaben bieten wir den Kindern spezielle Hilfsmittel (Duden, mathematische Utensilien) und fördern sie bewusst, sich Lernmethoden zur Umsetzung anzueignen. Kompetenzen sind hier, eigene Fehler selbst entdecken und eigenständig korrigieren, das eigene Lernverhalten planen und sich die eigenen Planungsschritte bewusst machen, sowie verschiedene Lernwege kennen lernen und ausprobieren.

Da uns die individuelle Freizeitgestaltung sehr wichtig ist, findet am Freitag keine Hausaufgabenbetreuung statt. Die Kinder erledigen diese am Wochenende zu Hause. Die Eltern bekommen dadurch selbst einen Einblick in das Arbeitsverhalten und den Leistungsstand ihres Kindes.

Freizeitgestaltung - Spielen und Lernen

Kinder regenerieren sich, schöpfen Kraft für die Bewältigung der Pflichten nach ihrem Sechsstundentag an der Schule und den Hausaufgaben der Hortkinder, oder nach der speziellen Förderung im Schulkindergarten.

Mit dem Ziel, das Lernen in der „freien Zeit“ nicht fremd zu bestimmen, sondern bedürfnisorientiert zu nutzen, sollen die Kinder lernen, eigene Ideen und Aktivitäten zu entwickeln, artikulieren, planen, organisieren und durchzuführen.

Diese Mitgestaltung und die Freiwilligkeit der Teilnahme an Lernangeboten in der „freien Zeit“ sind notwendige Voraussetzungen für eine positive Entwicklung der Kinder und ihre individuelle Persönlichkeitsentfaltung.

Die Freizeitgestaltung beinhaltet drei entscheidende Ziele:

  • Stärkung der Ich-Kompetenz:

Das heißt, Selbsterkenntnis zu entwickeln und Selbstbewusstsein zu gewinnen. Eigene Meinungen, Bedürfnisse äußern aber auch zurückstellen können. Den Umgang mit Konflikten erlernen.

  • Stärkung der Sozialkompetenz:

Das Zusammenleben mit anderen Menschen positiv gestalten können. Deutlich wird hier der Zusammenhang von Sozial- und Ich-Kompetenz. Wer sich akzeptieren kann und seine Bedürfnisse kennt, kann auch andere akzeptieren.

  • Stärkung der Sachkompetenz:

Sachliche Urteile fällen können, das heißt trotz eigener Bedürfnisse und Meinungen einen objektiven Standpunkt einnehmen können.

Wertorientiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder

Kinder erfragen unvoreingenommen die Welt und sind darauf angewiesen, vertrauensbildende Grunderfahrungen zu machen.

Ein strukturierter Tagesablauf bietet den Kindern einen inneren Leitfaden, der sie den Tag über begleitet und sie dabei unterstützt zu einem verantwortungsvollen Menschen heran zu wachsen und bietet Orientierung und Sicherheit.

Gemeinsam mit den Kindern leben wir täglich immer wieder kehrende Rituale, wie z. B. das Begrüßen und Verabschieden per Handschlag, das Gemeinschaftserlebnis Mittagessen, Esskultur und höfliche Umgangsformen im Alltag, sowie bei Festen und Feiern.

Um allen Kindern gerecht zu werden, achten wir bei der Speiseplangestaltung und unseren Feierlichkeiten auf die religiösen Hintergründe anderer Kulturen.

Positiv bewältigte Konflikte machen Kinder stark, aus ihnen gehen viele Lernerfahrungen hervor. Durch das Projekt „Faustlos“ helfen wir Kindern konstruktive Konfliktlösestrategien z. B. „Wie unterbreche ich höflich ein Gespräch“, „Umgang mit Enttäuschungen“ einzuüben.

Wir stehen den Kindern dabei als Ansprechpartner zur Seite und helfen ihnen lösungsorientiert zu handeln.

Sprach- und medienkompetente Kinder

Sprachkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation sowie eine wesentliche Voraussetzung für den schulischen und beruflichen Erfolg.

Sprachförderung in Form von verbaler und nonverbaler Kommunikation findet in unserer Einrichtung immer und über den ganzen Tag hinweg statt.

Im Schulkindergarten bieten wir je nach Bedarf zusätzlich eine individuelle Sprachförderung an.

Durch die persönliche Beziehung zu den Kindern wecken wir schon mit der Begrüßung und dem Erzählen von eigenen Erlebnissen, Mitteilungen des eigenen Befindens die Sprechfreude bei den Kindern und sie lernen, ihre Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken sowie im Gegenzug auch das aktive Zuhören.

Die Kinder nehmen differenzierte nonverbale Signale sensibel von anderen Kindern wahr und entwickeln gleichzeitig ihre eigene Gestik und Mimik.

Der gemeinsame Dialog und Austausch zwischen den Kindern mit dem pädagogischen Fachpersonal entwickelt sprachbezogene Verhandlungs- und Konfliktlösungsstrategien.

 

Handlungen, für die Kinder besonderes Interesse zeigen und auch für sie einen Sinn ergeben, fördern den Spracherwerb. Im Alltag erlernen die Kinder durch Reime, Gedichte, Märchenstunden, Mitmachgeschichten, Lieder, Regelspiele, Bücher und Bildergeschichten verschiedene Textsorten und Sprachstile kennen. Sie fördern die Lesefreude und schriftsprachliche Kompetenz und entwickeln ein Bewusstsein für einen Sprachrhythmus.

 

Mehrsprachigkeit, bei Kindern mit Migrationshintergrund oder der Fremdsprache in der Grundschule, wird in unseren Alltag integriert. Beispielsweise wecken fremdsprachige Lieder oder Höflichkeitsanreden die Neugierde der anderen Kinder auf fremde Sprachen. Mehrsprachigkeit soll als Bereicherung und Lebensform angesehen werden, die von Seiten unserer Einrichtung wertgeschätzt wird.

Dabei steht für die Kinder der Spaß und nicht das bewusste Lernen im Vordergrund.

 

Kinder kommen von klein auf mit Medien in Berührung. Sie sind ein großer Bestandteil in ihrem Leben. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, den Kindern einen sachgerechten, selbstbestimmten und verantwortlichen Umgang mit Medien zu vermitteln.

 

In unserer Einrichtung haben die Kinder die Möglichkeit verschiedene technische Geräte zu benutzen und dadurch medienbezogene Fähigkeiten zu erwerben.

In den Gruppen stehen den Kindern CD-Player zur freien Verfügung. Der Computer wird als Gestaltungsmittel (z. B. Erstellung von Geburtstagseinladungen, Schreiben eines eigenen Buches) als auch zur Erledigung schulischer Aufgaben genutzt. Bei der Benutzung von Telefon, Fax und Kopierer geben wir den Kindern Unterstützung und machen sie mit dem Umgang vertraut.

Fragende und forschende Kinder

Kinder signalisieren mit ihren Fragen Wissbegierde und Interesse, die für sie noch unerklärlichen Dinge in ihrer Umgebung zu verstehen. Sie haben Spaß und Freude am Beobachten, Experimentieren und Forschen.

Die Welt, in der Kinder aufwachsen, ist voller Mathematik. Geometrische Formen, Zahlen und Mengen lassen sich überall entdecken.

Das Abwiegen der Zutaten beim gemeinsamen Kochen und Backen, Konstruktionen mit Bauklötzen, Tisch- und Würfelspiele, Abzählverse, Lieder oder rhythmische Spielangebote, aber auch die aushängende Uhr, der Kalender und das Thermometer in jedem Gruppenraum, vielseitige Bewegungsspiele der Kinder durch Hüpfen nach Zahlen, das beliebte Rollenspiel: „Schule spielen“ an der Tafel oder „Einkaufen gehen“, räumliche Erfahrungen durch Werken mit Holz oder Ton und das tägliche Aufräumen und Sortieren des Gruppenraumes nach Materialzugehörigkeit, Größen oder Farben ermöglichen im Alltag den breiten Zugang zur Mathematik.

Im engen Zusammenhang stehen dabei immer Naturwissenschaften, Technik und Umwelt, da in der Lösung naturwissenschaftlicher oder technischer Probleme regelmäßig auch mathematische Operationen und Lösungen integriert sind, wie z. B.: das Messen und Wiegen, geometrische Formen, Umgang mit Zahlen.

Auf Fragen der Kinder gehen wir meist mit offenen Gegenfragen ein, um sie zum Lernen der eigenen Wissenserweiterung anzuregen und zu begleiten. Antworten erhalten sie unter anderem auch durch Lexika, Sachbücher, dem eigenen Ausprobieren oder dem Recherchieren im Internet.

Spannende Lernangebote wecken bei den Kindern ebenso großes Interesse, welche meist mit Themen aus ihrer Umwelt zusammenhängen, wie beispielsweise Naturkreisläufe, Energieformen oder Eigenschaften verschiedener Stoffe kennen lernen, physikalische Gesetzmäßigkeiten, Vorgänge in der Umwelt und Natur.

Durch die Beobachtung der Kinder mit ihren Interessen und Neigungen entstehen in unserer Einrichtung in gemeinsamer Planung mit den Kindern immer wieder neue Projekte. Das Schreiben, Planen, Vorbereiten und Durchführen eines eigenen Theaterstückes, ein Akrobatikkurs, Zaubern lernen oder mit dem Computer eigene Bücher schreiben, sowie immer wiederkehrende Waldtage oder Experimentierwochen sind einige Beispiele, damit Kinder lernen, sich intensiv mit bestimmten Themen auseinander zu setzen.

Die regelmäßige Dokumentation durch Schrift, Foto oder Aufzeichnungen zeigen Rückblicke auf gemeinsame Erlebnisse. Im Reflexionsgespräch mit den Kindern werden ihnen eigene Lernschritte bewusst und sie erleben gleichzeitig die pädagogischen Fachkräfte als Lernende.

Künstlerisch aktive Kinder

Im Tagesablauf lernt das Kind mit allen Sinnen wahrzunehmen, sich bildnerisch auszudrücken und in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Es entdeckt und erfährt dabei eine Vielfalt an Möglichkeiten und Darstellungsformen als Mittel und Weg, seine Eindrücke zu ordnen, seine Wahrnehmung zu strukturieren und Gefühle und Gedanken auszudrücken. Neugier, Lust und Freude am eigenen schöpferischen Tun sind Grundvoraussetzungen der kindlichen Persönlichkeits- und Intelligenzentwicklung.

Im Bereich der künstlerischen Bildung werden bei den Kindern vielfältige Förderbereiche angesprochen.

Während Kinder gestalterisch mit der Schrift umgehen, Bildergeschichten erfinden, selbst Bilderbücher gestalten und Theater spielen, verbinden sich sprachliche und gestalterische Ausdrucksformen.

Durch Rollenspiele, gemalte, gezeichnete und gewerkte Objekte wie beispielsweise Holz- und Tonarbeit, in der Bauecke konstruierte und im Sandkasten gebaute Kunstwerke, verarbeiten die Kinder ihre Eindrücke aus der Welt der Medien und setzen sich mit diesen auseinander.

Musik regt Fantasie und Kreativität an, indem die Kinder ihren eigenen Musikgeschmack erforschen, neue Musikarten kennen lernen und sich bildnerisch und tänzerisch mitteilen.

Ziel ist es, dass die Kinder ihre eigene Gestaltungs- und Ausdruckswege entdecken und dabei Vielfalt und Beweglichkeit im Denken und Handeln erfahren und entfalten.

Starke Kinder

Starke Kinder haben ein gesundes Maß an körperlichem, seelischem, geistigem und sozialem Wohlbefinden.

Um diese vier Kompetenzen zu fördern, ist es uns wichtig, den Kindern Freude an der Bewegung zu vermitteln. Dies kann sowohl in moderierten Bewegungseinheiten, als auch in der freien Bewegung in unseren großzügigen Räumlichkeiten, der Bewegungsbaustelle mit vielfältigen Materialien sowie unserem großen Garten, stattfinden.

Ein weiterer Punkt ist die Gesundheitserziehung im Sinne von ausgewogener Ernährung. Gesunde Ernährung bedeutet bei uns ein abwechslungsreiches Angebot an frischem Obst und Gemüse als Beilage zu unserem nahrhaften Mittagessen. Dazu bieten wir den Kindern eine Vielfalt an Getränken.

Kenntnisse über Körperpflege und Hygiene erfahren die Kinder bei uns während des ganzen Tages. Das Händewaschen nach dem Spielen, vor dem Essen oder nach dem Toilettengang soll zur Selbstverständlichkeit werden.

Gesundheit bedeutet aber auch der richtige Umgang mit Anspannung und Entspannung. Durch das Schaffen von individuellen Ruhezonen, das sind für die einen Kinder zum Beispiel die Leseecke, für andere wiederum der Bauraum, lernen die Kinder sich zu entspannen und neue Kraft für den nächsten Tag in der Schule, Lerneinheiten im Schulkindergarten oder den Hausaufgaben zu schöpfen.

Beteiligung der Kinder (Partizipation)

Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung der Kinderist in unserer pädagogischen Arbeit von Wichtigkeit.

Dies geschieht zum Beispiel in der Kinderkonferenz, wo gemeinsam über aktuelle Themen diskutiert, geplant und entschieden wird. Beteiligung in der Raumgestaltung (Namensfindung, Dekoration, Projektauswahl usw.), Einbringen eigener Vorlieben im Bereich selbstbestimmtes Spielen und Lernen sowie die Mitsprache beim Erstellen des wöchentlichen Speiseplans sind nur einige Mitwirkungsbereiche der Kinder. Durch diese Art der Beteiligung im pädagogischen Alltag lernen die Kinder ihre eigenen Interessen und Sichtweisen kennen, sie zu artikulieren, begründen und vertreten. Mit- und Eigenverantwortung in der Gruppe zu übernehmen führt dazu, dass ein Gemeinschaftsgefühl und soziale Beziehungen entstehen. Dadurch entwickeln die Kinder Selbstvertrauen und trauen sich so auch in der Schule mehr zu.

Beschwerdemöglichkeiten für Kinder

Im gleichen Sinne sieht sich die Kinderkonferenz auch als Ort und Zeit für Anliegen und Beschwerden von Kindern, die sie bewegen und für sich geändert haben wollen.

Meistens betrifft es Abläufe und / oder Regelverstöße von anderen Kindern, die für das einzelne Kind nicht mit seinem eigenen Handeln im Einvernehmen sind.

In der Gemeinschaft lernen Kinder hierbei ganz aktiv sich mitzuteilen.

„Streiten will gelernt werden“ ist daher ein wichtiges Thema vor allem für Grundschulkinder, die in dieser Entwicklungsphase viel bewusster mit Wünschen und Bedürfnissen eigener Interessen sowie Handlungen anderer aufnehmen, wahrnehmen und umgehen wollen.

„Faustlos“, als ein wichtiges Projekt unserer Einrichtung zum Thema, gehört immer wieder  als Bestandteil zur gemeinsamen Kinderkonferenz dazu und lässt sich automatisch im Alltag nicht wegdenken.

Ein Briefkasten für die Anliegen und Wünsche der Kinder dient als Möglichkeit der schriftlichen Rückmeldung (anonym oder nicht anonym).

Kinderschutz

Die Städtischen Kindertageseinrichtungen sind geschützte und sichere Räume für Kinder. Die Mitarbeiter*Innen sind sich der besonderen Verantwortung für das Wohl der Kinder bewusst, reagieren frühzeitig und sensibel auf Gefährdungsanzeichen und haben ein Handlungskonzept, wie in einer Gefährdungssituation vorzugehen ist. Dabei ist die frühzeitige Einbeziehung der Eltern sicher zu stellen und  auf die Beseitigung der Gefährdung hinzuwirken. In Kooperation mit den jeweiligen Beratungsdiensten können entsprechende Hilfsangebote gemacht werden bzw. kindeswohlsichernde Maßnahmen eingeleitet werden (§ 8a ff SGB VIII).

Kinder haben ein eigenständiges Recht auf altersentsprechende Beteiligung und  ein Recht sich in eigenen Angelegenheiten zu beschweren. Das Beschwerderecht gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Sorgen und Anliegen  den pädagogischen Mitarbeiter*Innen anzuvertrauen und dabei die Erfahrung zu machen, ernst genommen zu werden und Hilfe zu erhalten. Sie wissen, an wen sie sich wenden können und wie mit ihren Anliegen umgegangen wird. Das pädagogische Personal ist dafür verantwortlich eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder trauen, sich für die eigenen Interessen einzusetzen und das Recht der Beschwerde für eigene Belange wahrzunehmen.

Inklusion und Vielfalt

Inklusion ist ein Menschenrecht und eröffnet den Weg für Vielfalt, Zugewinn und Chancengleichheit. „In der Behindertenrechtskonvention geht es nicht mehr um die Integration von Ausgegrenzten, sondern darum, von vornherein allen Menschen die uneingeschränkte Teilnahme an allen Aktivitäten zu ermöglichen „(UN- Behindertenrechtskonvention)“.

Jedes Kind verfügt über Fähigkeiten, welche die Gemeinschaft in unseren Kindertageseinrichtungen bereichern. Das Lernen wird reichhaltig und bietet allen Kindern gleiche Entwicklungschancen, egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft und unabhängig von ihren körperlichen oder kognitiven Voraussetzungen.

Persönliches Potenzial findet Berücksichtigung, sodass sich das Kind in seiner Individualität wahrgenommen fühlt und seine Stärken entwickeln kann.

Die kulturelle Vielfalt in unseren Kindertageseinrichtungen spiegelt das reichhaltige Leben unserer Gesellschaft wider. Unser Bestreben richtet sich stets danach aus, dass Inklusion gelingen kann. Unsere Fachkräfte lassen sich auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes und seiner Familie ein und richten ihr pädagogisches Handeln danach aus.

Selbstbestimmtes Spielen und Lernen

Spielen und Lernen sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Medaille. Freie Spielprozesse sind immer Lernprozesse! Denn Kinder sind höchst motiviert, kreativ, konzentriert und ausdauernd bei der Sache, wenn sie ihren eigenen Interessen nachgehen können. In dieser lernwilligen Phase besteht nun die Möglichkeit, zusätzlich zu den eigenen Lernerfolgen der Kinder, moderierte Lernaktivitäten einfließen zu lassen. Ein Beispiel hierzu ist das Spielen in der Bauecke. Hier werden mathematische Grunderfahrungen im Bereich Längeneinheiten, geometrische Formen, dreidimensionale Kenntnisse gesammelt und mit pädagogischer Unterstützung gelenkt und erweitert.

Für diese wichtige freie Lernzeit stehen den Kindern im Hort je nach Unterrichtsende täglich etwa ein bis zwei Stunden zur Verfügung. Im Schulkindergarten beträgt die Zeit in etwa das gleiche Maß.

Im gemeinsamen Spiel mit Anderen wird durch die verbale Auseinandersetzung der Kinder nicht nur die Sprachkompetenz intensiv gefördert, sondern vor allem auch die sozialen Kompetenzen. Sie lernen Verantwortung für sich selbst und anderen gegenüber zu übernehmen, wenn sie Regeln gemeinsam aushandeln, Vorgehensweisen absprechen oder über Lernschritte reflektieren.

Die oft damit verbundenen zwischenmenschlichen Konflikte durch unterschiedliche Vorstellungen eines Spielablaufs sind ebenso als Lernprozess anzusehen. Das pädagogische Fachpersonal steht den Kindern hierzu als „Mediator“ – vermittelnd eingreifend – für das Erlernen von Konfliktlösungsstrategien zur Seite.

Dokumentation der pädagogischen Arbeit

Zur Transparenz unserer pädagogischen Arbeit dokumentieren wir regelmäßig und zeitnah alle entstandenen Projekte, Interessensgruppen, Workshops, Lernangebote, selbstbestimmtes Spielen & Lernen mit dessen Inhalten und Zielen in Form von Collagen, Aushängen, Wochenrückblicken und Fotos. Ebenso informieren regelmäßige Elternbriefe über aktuelle Themeninhalte.

Jedes Kind erhält im Hort eine eigene Erinnerungsmappe. Diese Mappe ist  ein persönlicher Ordner, der dem Kind gehört und an dem ausschließlich das Kind mit Unterstützung und Begleitung all seine Erlebnisse, Zielsetzungen und Gedanken festhalten kann.

Kinder erkennen, wie sie wachsen und lernen, wie sich ihre Stärken und Vorlieben verändern können. Sprachliche Kompetenzen erweitern sich anhand des schriftlichen Festhaltens eigener Reflexionen und Gedanken und motiviert zum eigenständigen Lernen.

Beobachtung von Entwicklungsverläufen und deren Dokumentation

Regelmäßige Beobachtungen eines jeden Kindes und dessen Dokumentation vermitteln Einblicke in die Lern- und Entwicklungsschritte des Kindes.

Ergebnisse kindlicher Aktivitäten, wie Fotos, Zeichnung, Erzählungen von Kindern, freie Beobachtungen sowie situationsbezogene Verhaltensbeschreibungen und vor allem das strukturierte Beobachten des Kindes in individuellen Bereichen (soziales Gruppenverhalten, Hausaufgaben, Sprache, Motorik) informieren über den Verlauf und dem Ergebnis von Entwicklungs- und Bildungsprozessen.

Sie geben den pädagogischen Fachkräften Anlass für ein Gespräch mit dem einzelnen Kind selbst, um es in der eigenständigen Reflexion von Lernfortschritten bzw. Lernerfahrungen und dem Setzen von Lernzielen zu fördern.

Einmal pro Halbjahr bieten wir den Eltern Entwicklungsgespräche zur Besprechung der Entwicklungsfortschritte des Kindes, der gemeinsamen  Planung künftiger Ziele und der entsprechenden pädagogischen Angebote an.

Diese gezielten Beobachtungen dienen gegebenenfalls nach schriftlicher Zustimmung der Eltern in gemeinsamer Zusammenarbeit zur Einleitung von Fördermaßnahmen sowie zum Austausch und der Kooperation mit Fachdiensten.

Beteiligung der Eltern

„Gemeinsam in eine Richtung gehen – ohne Eltern geht es nicht!“

Zur bestmöglichen Entwicklung eines jeden Kindes sehen wir die Teilhabe und Mitwirkung der Eltern an den Bildungs- und Erziehungsprozessen ihres Kindes als wesentlich an. Deshalb sind der Austausch von Informationen und die gemeinsame Zielfestlegung, das Miteinbeziehen und die Zusammenarbeit mit den Eltern zum Wohl des Kindes unumgänglich.

Bei uns gibt es vielfältige Begegnungsmöglichkeiten, die das gegenseitige Kennenlernen ermöglichen und so eine Vertrauensbasis schaffen. Die Zusammenarbeit erfolgt auf vielfältige Weise:

Elterngespräche finden in Form von Entwicklungsgesprächen, Tür- und Angelgesprächen, Telefonaten, An- und Abmeldegespräch oder Informationsaustausch per E-Mail statt.

Wir bieten in unserer Einrichtung Elternabende zu verschiedenen Themen und Anlässen an, wie beispielsweise der Informationselternabend für neue Eltern und die Elternbeiratsernennungsparty mit Einblick in die pädagogische Jahresplanung.

Regelmäßig informieren wir die Eltern schriftlich anhand von Elternbriefen, Flyern, Broschüren oder Aushängen.

Wir ermöglichen das aktive Miterleben des Alltags und das Kennenlernen der pädagogischen Arbeit durch Hospitationen. Wir bieten Aktivitäten für Eltern und Kinder, z. B. gemeinsame Radtour, Adventsnachmittag, und freuen uns auf die Mithilfe von Eltern bei Festen und Feiern.

Einmal jährlich führen alle städtischen Kindertageseinrichtungen eine Elternbefragung durch, in welcher alle Eltern anonym ihre Zufriedenheit mit der Einrichtung, ihre Wünsche und Bedürfnisse zum Ausdruck bringen können. Diese Angaben helfen dem Personal die weitere pädagogische Arbeit bedarfsgerecht zu planen.

Details zu unserer jeweils aktuellen Elternbefragung finden Sie hier.

Anmeldung

Eine Anmeldung im Hort ist ab Januar bis zum Tag der Schuleinschreibung (meist im April) des laufenden Jahres möglich.
Um telefonische Terminvereinbarung bzw. per E-Mail wird gebeten.

Anmeldung während des Jahres

Kinder können grundsätzlich ganzjährig bei uns angemeldet werden. Je nach Verfügbarkeit von freien Betreuungsplätzen, kann ein Kind auch während des Jahres aufgenommen werden.

 

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