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Projekte & Projektphasen

Grundlagen der Beteiligung der Stadt Ingolstadt

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 8. Februar 2018 einstimmig den Grundsatzbeschluss »Digitales Ingolstadt - Zukunftsfähiges Ingolstadt« gefasst. Darin heißt es unter anderem:
„11. Die Stadt Ingolstadt positioniert sich als Pilotstadt für digitale/autonome Mobilität. Dazu ist die Stadt bereit, u.a. den Unternehmen der Region im öffentlichen Raum Test- und Pilotstrecken (-felder) zur Verfügung zu stellen, auf (in) denen neue Technologien erprobt und eingeführt werden können, (…) Der Stadtrat ist über die Streckenauswahl und -varianten und die geplanten Erprobungsmaßnahmen zu informieren.“
Sitzungsvorlage vom 26. Juli 2018 - European Innovation Partnership on Smart Cities and Communities Urban Air Mobility - Initiative von Stadt und Region Ingolstadt  

Ausschreibung Projekt Urban Air Mobility (deutsche Übersetzung)


Projektphase 1

Pressemitteilung vom 19. Juni 2018

Press Release (englisch)

Mobility in the 3rd dimension

Weitere Informationen zur Urban Air Mobility Initiative (englisch)

Weitere prominente Unterstützung erfährt die Bewerbung der Region Ingolstadt als Modellregion zur Erprobung von Flugtaxi-Konzepten. Am 20. Juni haben in Berlin Andreas Scheuer, der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dorothee Bär, Staatministerin für Digitalisierung, Abraham Schot, Kommissarischer Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG und Grazia Vittadini, Chief Technology Officer von Airbus gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel und Bundestagsabgeordneten Dr. Reinhard Brandl eine entsprechende Erklärung unterschrieben.

Pressemeldung der Bundesregierung vom 20. Juni 2018

Audi unterstützt Ingolstädter Flugtaxi Projekt

Pressemitteilung vom 20. Juni 2018

Gemeinsam mit anderen teilnehmenden Städten und Regionen hat Ingolstadt seine Bewerbung im Rahmen der Europäischen Ratspräsidentschaft Ende Juni in Sofia der Europäischen Innovationspartnerschaft der smarten Städte und Gemeinden (EIP-SCC) präsentiert. Im nächsten Schritt findet Ende Juli der Kick-Off-Workshop der beteiligten Partner statt.

Manifesto of Intent, Juni 2018 (englisch)

Presentation Sofia (english)

Presentation EIP-SCC in Sofia (englisch)

Projektphase 2

Mit dem Kick-off-Workshop am 25. Juli 2018 trat das UAM-Projekt in die zweite Phase ein. Hier geht es nun darum, konkrete Anwendungsbeispiele zu finden und die nötigen Strukturen sowie rechtlichen und technischen Voraussetzungen für ihre Umsetzung zu schaffen.

Die UAM-Netzwerktreffen

4. UAM-Netzwerktreffen im Juli 2019 - Arbeiten für die Mobilität der Zukunft

Innerhalb von nur einem Jahr seit der Gründung ist die Ingolstädter Urban Air Mobility-Initiative (UAM) enorm gewachsen. 60 Partner arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von Projekten für die Mobilität der Zukunft. Regelmäßig treffen sich die beteiligten Firmen, Institutionen und Einrichtungen zum Netzwerktreffen – die vierte Auflage fand nun beim Netzwerk-Partner Rohde & Schwarz in München statt.

Rund 120 Experten und Fachleute nutzten die Gelegenheit zum Austausch. „Die Entwicklung der Technologien von Morgen ist eine besondere Herausforderung. Ich freue mich sehr, wenn ich sehe, wie groß unsere gemeinsame Initiative inzwischen geworden ist, wie viele hochkarätige Partner zusammen gefunden haben und was wir bereits alles auf den Weg bringen konnten,“ so Oberbürgermeister Christian Lösel in seinem Grußwort.

Im Rahmen der Veranstaltungen wurden mehrere Einzelprojekte näher vorgestellt, darunter „OBUAM“ (Forschungsprojekt zum langfristigen Anwendungspotential von UAM als Ergänzung zum öffentlichen Personennahverkehr am Beispiel Oberbayern), „INCity-TakeOff“ (Planung von so genannten Vertiports und Vertistops zum Starten und Landen von „Flugtaxis“) sowie „GABi“. Dieses Forschungsprojekt der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt beschäftigt sich mit der gesellschaftlichen Akzeptanz und Bürgerintegration bei UAM. Die KU arbeitet derzeit an VR-Brillen-tauglichen Simulationen für die Öffentlichkeit. Zusammen mit dem „brigk“ wird ein „Living Lab“ in der Fußgängerzone eingerichtet. Hier soll ein umfangreiches Programm rund um UAM geboten werden: Drohnen-Workshops, Ausstellungen, Ansprechpartner der Netzwerkpartner für Gespräche und vieles mehr.

Bei einer Diskussionsrunde mit vier Vertretern von Unternehmen, die aktuell an „Flugtaxis“ arbeiten, ging es hauptsächlich um Fragen zur Zulassung und rechtlichen Voraussetzungen für einen ersten Testbetrieb. Der Netzwerkpartner AIRBUS kündigte an, mit seinem (in Ingolstadt der Öffentlichkeit präsentierten) „CityAirbus“ im Jahr 2024 bei den Olympischen Spielen in Paris erstmals autonom zwischen dem Flughafen Charles de Gaulle und den Sportstätten fliegen zu wollen. Transferflüge zwischen Flughäfen und Innenstädten werden aus Sicht der Hersteller zu einem der ersten Einsatzfelder für „Flugtaxis“ werden.

Im Anschluss haben sich die Konferenz-Teilnehmer in mehreren Arbeitsgruppen und Workshops zu Themen der Flugsicherheit und Regularien ausgetauscht sowie eine zukünftige Arbeitsstruktur festgelegt.

3. UAM-Netzwerktreffen im März 2019 - Innovationsfreude und Standortsicherung

Nicht einmal neun Monate sind vergangen, seit im Juni 2018 die Stadt Ingolstadt ihre Urban Air Mobility Initiative begonnen hat. Fast 50 Partner aus Industrie, Forschung und Regierungsorganisationen haben sich seitdem angeschlossen, um gemeinsam an Erforschung und Erprobung von Mobilitätslösungen in der dritten Dimension zu arbeiten. In Modellversuchen in der Region Ingolstadt sollen mögliche Anwendungsfelder entwickelt und umgesetzt werden.

Anlässlich des dritten Netzwerktreffens der Partner und der Präsentation des CityAirbus auf dem Ingolstädter Rathausplatz am 11. März 2019 waren auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Staatsministerin Dorothee Bär, die Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, nach Ingolstadt gekommen. Sie trugen sich ins Goldene Buch der Stadt ein.

„Deutschland ist Luftfahrtpionierland“ erklärte Andreas Scheuer. „Drohnen und Flugtaxis sind längst keine Vision mehr, sondern der Take-off in eine neue Dimension der Mobilität. Sie eröffnen komplett neue Möglichkeiten, etwa für den Krankentransport in Städten und Ballungsräumen. Und sie sind eine Riesenchance für Unternehmen und Start-ups, die heute schon sehr konkret und erfolgreich die Entwicklung vorantreiben. Mit der Erprobung im Realbetrieb erkennt und nutzt Ingolstadt diese Chancen – im Sinne eines starken Innovationsstandorts.“

Staatsministerin Dorothee Bär, die Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, unterstrich die grundsätzliche Bedeutung des Modellprojekts: „Wir stoßen mit diesen neuen Mobilitätsformen in ganz neue Dimensionen für die Stadt aber auch für den ländlichen Raum vor. Das Modellprojekt zeigt: Flugtaxis sind keine Zukunft, sondern längst Realität. Wir haben die Chance gepackt, eine Technologie mit enormem wirtschaftlichem Potenzial für eine lebenswerte Zukunft zu prägen.“

Für Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel geht es bei der Luftmobilität nicht nur um die reine Begeisterung für eine neue Technologie. Er sieht das Engagement der Kommune vielmehr als wichtigen Beitrag zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Standorts: „Wir müssen uns bereits heute intensiv um die fair und gut bezahlten Arbeitsplätze der Zukunft bemühen, dazu greifen wir verschiedene Technologieprojekte auf. Mit den beiden internationalen Unternehmen Audi und Airbus, mit der Technischen Hochschule Ingolstadt und viel Know-how im Mittelstand, haben Ingolstadt und die Region eine klare Ausrichtung auf Mobilität. Mit der Erforschung und Entwicklung von Flugtaxi-Konzepten können wir dieses Profil weiter schärfen und dadurch dazu beitragen Arbeitsplätze vor Ort in Industrie und Wissenschaft zu sichern und neue zu schaffen“.

Im Rahmen der Veranstaltung im Alten Rathaus traten drei neue Partner der Initiative bei: Der Münchner Elektronikkonzern Rhode & Schwarz, einer der weltweit führenden Hersteller für Kommunikationstechnik, das Münchner Aviation-Start-up Lilium GmbH, das mit dem senkrecht startenden Lilium-Jet ein eigenes Elektro-Fluggerät entwickelt und der Verein bavAIRia, der von der Bayerischen Staatsregierung mit dem Management des Clusters Aerospace beauftragt wurde.

Mit Spannung erwartet wurde die feierliche Enthüllung des Demonstrators von CityAirbus auf dem Rathausplatz. Das elektrische Luftfahrzeug mit acht Rotoren, das senkrecht starten und landen kann, wurde erstmals in Ingolstadt der Öffentlichkeit präsentiert. Entwickelt wird das Fluggerät bei Airbus Helicopters in Donauwörth, am Flughafen Manching soll es in den nächsten Monaten seine ersten Füge absolvieren. Die dadurch gewonnenen Erfahrungen fließen dann in die weitere Entwicklung eines Prototyps ein.

„Elektrisch angetriebene Luftfahrzeuge sind nicht nur eine neue Alternative für effizienten und emissionsfreien Luftverkehr im städtischen Raum. Wir bauen damit auch ein neues Geschäftsfeld auf, das Technologien und Arbeitsplätze schaffen kann. Unser Ziel ist, dass Bayern und Deutschland hierbei eine führende Rolle spielen“, erläutert Dr. Wolfgang Schoder, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Airbus Helicopters.

„Die Präsentation des neuen CityAirbus ist für uns auch ein wichtiger Moment der Bürgerbeteiligung“, betonte Oberbürgermeister Dr. Lösel. „Dem Stadtrat war es ein wichtiges Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger bei diesem Projekt mitzunehmen und einzubinden. Erstmals konnten wir nun ein solches Fluggerät zeigen und erklären, welche Ziele wir verfolgen. Dies ist ein schöner Auftakt der Bürgerbeteiligung, dem viele weitere Veranstaltungen folgen sollen“.

Mit Informationen, Befragungen und Veranstaltungen wird die Bevölkerung an konkreten Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten beteiligt werden.

2. UAM-Netzwerktreffen im Oktober 2018 - Ergebnispräsentation

Beim Kick-off-Workshop wurden verschiedene Arbeitsgruppen gegründet („Infrastruktur und Technik“, „Strategie und Wirtschaft“, Use Cases und Öffentlichkeitsarbeit“), die zwischenzeitlich ihre Arbeit aufgenommen haben. Das Treffen diente dazu, die Projektpartner über erste Zwischenergebnisse zu informieren und das weitere Vorgehen zu besprechen.

1. UAM-Netzwerktreffen im Juli 2018 - Start in die 2. Projektphase

An dem Kick-off-Workshop nahmen rund 70 Vertreter von etwa 40 Unternehmen, Institutionen und Organisationen teil. Darunter waren Repräsentanten der Europäischen Union, der Europäischen Kommission, Bundes- und Landesministerien sowie der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) und der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt (EUROCONTROL) sowie weitere Organisationen und Behörden. Außerdem nutzten zahlreiche Firmen und Unternehmen, die an der Entwicklung und Herstellung von „Flugtaxis“ arbeiten, die Chance, ihre Ideen und Vorstellungen einzubringen. Die Projektpartner haben dabei das weitere Vorgehen vereinbart. Unter anderem wurde die Einrichtung von drei spezifischen Arbeitsgruppen beschlossen.

Mit dem Kick-off-Workshop am 25. Juli 2018 trat das UAM-Projekt in die zweite Phase ein. Hier geht es nun darum, konkrete Anwendungsbeispiele zu finden und die nötigen Strukturen sowie rechtlichen und technischen Voraussetzungen für ihre Umsetzung zu schaffen. Bis Ende des kommenden Jahres sollen in Testanwendungen erste Fluggeräte in „geschützten Testfeldern“ im Einsatz sein.

Die Projektleitung hatte Prof. Harry Wagner von der Technischen Hochschule Ingolstadt übernommen. Es wurden zunächst drei Arbeitsgruppen gebildet: Technik & Infrastruktur, Strategie & Wirtschaft sowie Anwendungsfälle (Use-Cases) und Öffentlichkeitsarbeit. Die verschiedenen Projektpartner konnten sich je nach Metier den Arbeitsgruppen anschließen und an den einzelnen Themenfeldern arbeiten. Am 8. Oktober treffen sich alle Projektpartner erneut.

Außerdem wurde beschlossen, ein Testfeld „Manching-Ingolstadt plus“ einzurichten, in dem die Hersteller die Möglichkeit haben, in einem sicheren Korridor ihre Geräte einzusetzen. Das Testfeld soll aufgrund der günstigen Voraussetzungen um den Flughafen Manching entstehen. Ein derartiges, ausgewiesenes „Flugtaxi“-Testfeld wäre einzigartig in Deutschland und Europa.

Im weiteren Prozess sollen nun Antworten auf zentrale Fragen gefunden werden, etwa ob die Fluggeräte mit einem Piloten unterwegs sein müssen oder auch autonom fliegen dürfen, ob ausschließlich über unbewohntes Gebiet geflogen werden darf und welche Regulationen und gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden müssen. Relevant ist auch die Frage nach den Einsatzbereichen: Möglich wären zunächst medizinische Anwendungen, wie Blutkonserven- und Organtransporte, aber auch Verkehrsbeobachtung oder Sicherheitsleistungen. Der Transport von Personen über kürzere oder längere Distanzen ist ein langfristiges Ziel.

„Der Kick-off-Workshop war ein großer Erfolg. Die zahlreichen Teilnehmer haben sich eingebracht und ihre fachspezifische Sicht erläutert. Wir haben es hier mit einem Mosaik an vielen verschiedenen Einzelthemen zu tun. Die Aufgabe der Stadt Ingolstadt, alle Projektinteressierten an einen Tisch zu bringen, ist damit erfüllt. Jetzt müssen die Projektpartner an Konzepten und Rahmenbedingungen arbeiten. Die Region Ingolstadt hat die große Chance, eine einzigartige Vorreiterrolle in ganz Europa einzunehmen. Beim UAM-Projekt haben wir die stärksten Partner an Bord, die man dafür haben kann!“, freute sich Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel.

Die neuen Projektpartner


Knapp ein Jahr nach dem Start der Urban Air Mobility Initiative in Ingolstadt haben sich bereits rund 50 Unternehmen dem Netzwerk angeschlossen. Das Interesse an der Mitarbeit ist weiterhin anhaltend, in einem gemeinsamen Termin am 2. Juli 2019 unterzeichnen weitere 14 Unternehmen das „Manifesto of Intent“ im Historischen Sitzungssaal in Ingolstadt.


Bayern Innovativ GmbH (Nürnberg): „Urban Air Mobility kann heutige Verkehrskonzepte sinnvoll ergänzen. Um UAM-Projekte zum Erfolg zu führen, ist Wissen aus unterschiedlichen Branchen erforderlich. Weitere Informationen www.bayern-innovativ.de

1919 gründete der Luftfahrtpionier Gerhard Sedlmayr sein „Spezialhaus für AUTOmobil und FLUGwesen“ AUTOFLUG (Rellingen). Seit fast 100 Jahren ist der Name AUTOFLUG untrennbar mit der Mission verbunden, Menschen zu retten und ihre Sicherheit zu Lande, zu Wasser und in der Luft zu gewährleisten. Weitere Informationen www.autoflug.de

Droniq (Frankfurt): Das neue Joint Venture der Deutschen Flugsicherung DFS und der Deutschen Telekom will eine führende digitale Plattform für die unbemannte Luftfahrt werden. Weitere Informationen www.droniq.de

Der Spitzencluster MAI Carbon des Carbon Composites e.V. (Augsburg) arbeitet seit 2012 an der weiteren Industrialisierung von CFK ((carbonfaserverstärkter Kunststoff) und verbindet dabei zahlreiche Unternehmen und Forschungsinstitute. Weitere Informationen www.carbon-composites.eu

[ui!] Urban Mobility Innovations (Garching/Berlin) ist Teil der [ui!] Gruppe und Anbieter von Softwarelösungen und Dienstleistungen im Mobilitätsumfeld sowie Lösungen im Bereich „Smart City“. Weitere Informationen www.umi.city

FlyNex (Hamburg/Leipzig) ist ein 2015 gegründetes Software-Unternehmen mit 25 spezialisierten Mitarbeitern. Das Unternehmen bietet eine cloudbasierte Software für Drohnen und mit seiner innovativen map2fly.de Deutschlands meist genutzte Drohnenkarte an.
Weitere Informationen www.flynex.io

Die Aufgaben des Fraunhofer IBP (Valley) konzentrieren sich auf Forschung, Entwicklung, Prüfung, Demonstration und Beratung auf den Gebieten der Bauphysik. In die Ingolstädter Urban Air Mobility Initiative bringt das interdisziplinäre Team des Fraunhofer IBP seine Expertise in den Bereichen der nachhaltigen Stadtentwicklung und der Entwicklung neuartiger Kabinensysteme für Luftfahrzeuge ein. Weitere Informationen www.ibp.fraunhofer.de

COTESA (Mittweida) ist seit 2002 führend im Leichtbau für die Luftfahrt. Prototypen, Klein- und Großserien werden von unseren Ingenieuren kurzfristig entwickelt und für die Produktion an den drei Standorten vorbereitet. Weitere Informationen www.cotesa.de

In mehr als zehnjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat „Fraundorfer Aeronautics“ (Genderkingen) – als erstes Unternehmen weltweit – eine wegweisende Pionierleistung im Bereich der Luftfahrttechnologie erzielt: Nach dem Vorbild des Ahornsamens und Erkenntnissen in der Bionik wurden hoch effiziente Autorotations-Rotoren der neuesten Generation entwickelt. Weitere Informationen www.fraundorfer.aero

IT-SCM (Kochheim) entwickelt gemeinsam mit seinen Kunden (Öffentliche und Industrie) konfektionierte und vergabefähige IT-Sourcing Strategien in der Digitalisierung, die auf dem Verständnis der Unternehmensziele aufbauen. Weitere Informationen www.it-scm.de


Drei neue Partner schließen sich der UAM-Initiative mit Unterzeichnung des Manifesto of Intent am 11. März 2019 an: Rohde & Schwarz, Lilium und bavAiria

Der Technologiekonzern Rohde & Schwarz entwickelt, produziert und vermarktet innovative Produkte der Kommunikations-, Informations- und Sicherheitstechnik für professionelle Anwender. Mit den Geschäftsfeldern Messtechnik, Broadcast- und Medientechnik, Aerospace, Verteidigung und Sicherheit sowie Netzwerke und Cybersicherheit adressiert Rohde & Schwarz eine Reihe von Marktsegmenten in der Wirtschaft und im hoheitlichen Sektor. Der unabhängige Konzern beschäftigt weltweit über 11.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Firmensitz ist München. In Asien und Amerika steuern regionale Hubs die Geschäfte.

Christian Leicher, Vorsitzender der Geschäftsführung von Rohde & Schwarz: „Rohde & Schwarz wird seine jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Kommunikation, Information und Sicherheit einbringen. Als Technologieunternehmen wollen wir die Zukunft der Kommunikations- und Sicherheitstechnik gestalten – das ist unser Anspruch. Die Mobilität in der dritten Dimension wird, neben Konzepten wie dem autonomen Fahren, die Mobilität in der vernetzten, intelligenten Stadt von morgen prägen. Als Partner der Ingolstädter Initiative können wir die Zukunft der urbanen Mobilität mit vorantreiben.“

Lilium GmbH is a Munich-based startup developing a revolutionary on-demand air taxi service. To give wings to its vision of a world where anyone can fly anywhere, anytime, it has designed and prototyped a brand new form of aircraft, the Lilium Jet, that will enable it to deliver journeys that are five times faster than a taxi, yet comparable in price. The all-electric Lilium Jet is a pioneering tilt jet aircraft with 36 engines mounted on its flaps. It delivers the perfect mix of range (300km), speed (300 km/h), noise and cost, while maintaining the same safety standards of a passenger jet. Co-founded in 2015 by four visionary founders, including CEO Daniel Wiegand, the company has attracted more than $100m in funding from world-class investors such as Atomico, Tencent, LGT and Obvious Ventures and now employs more than 250 people.

Daniel Wiegand, CEO, Lilium, commented: "Urban Air Mobility has the potential to have a genuinely positive impact on society and we look forward to the role this initiative will play in exploring this potential."

Der bavAIRia e.V. mit Sitz in Oberpfaffenhofen hat seit 2006 das Clustermanagement für die bayerische Luft- und Raumfahrt aufgebaut mit über 300 Mitgliedern (davon >90 Prozent KMU). Übergeordnetes Ziel ist die Zusammenarbeit von Industrie, KMU, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Politik zu fördern sowie die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche in Bayern zu stärken. Zentrale Themen sind:

  • Unterstützung und Vernetzung bei der Entwicklung und Anwendung neuer Technologien, z.B. UAM, elektrisches Fliegen
  • Entwicklung von Leitlinien und Handlungsempfehlungen für die bayerische Luftfahrt und Raumfahrt 2030
  • Förderung der Supply Chain Excellence Initiative und Optimierung der Prozessketten in der Zulieferindustrie
  • Unterstützung der Mitglieder bei der Internationalisierung

Dazu bieten wir ein breites Portfolio an Veranstaltungen zu aktuellen Branchenthemen an wie Digitalisierung, 3D Druck oder Technologiemanagement.

„Seit 2013 arbeiten wir am Thema Unbemanntes Fliegen in Oberpfaffenhofen und Manching, das ein Kernpunkt der bayerischen Luftfahrtstrategie ist. In Bayern hat sich mittlerweile ein Ökosystem von Firmen und Hochschulen entwickelt, das weltweit ganz vorne ist in der Entwicklung und Einführung dieser Fluggeräte. Da unterstützen wir das Projekt Urban Air Mobility Ingolstadt als bayerisches Aushängeschild gerne. Denn da kommt eine vielversprechende Zukunftstechnologie individueller Mobilität zum Tragen“, so Peter Schwarz, Geschäftsführer von bavAIRia e.V.


Die Urban Air Mobility Initiative Ingolstadt hat zwei neue Partner: Der international tätige Ingenieurdienstleister P3 group und die Ingolstädter WK IT GmbH.
Beide haben im Historischen Sitzungssaal des Alten Rathauses das Manifesto of Intent am 1. Februar 2019 unterzeichnet und sind damit der Ingolstädter UAM-Initiative beigetreten. Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel hieß beide neuen Partner herzlich willkommen.
Die von der Europäischen Kommission unterstützte Initiative „Urban Air Mobility“ will in praktischen Studien den Einsatz von Fluggeräten für die urbane Mobilität erforschen. In Modellversuchen soll untersucht werden, welche Einsatzgebiete sinnvoll sind und wie Rahmenbedingungen gestaltet werden müssen.

Dr. Jan Ivo Springborn, Partner der P3 group zur Motivation der Teilnahme: „Mobilität befindet sich aktuell im Wandel: Neue Technologien ermöglichen elektrische und autonome Fahrzeuge. Mobilität selbst wird neu gedacht und immer mehr als Dienstleistung verstanden – wobei die Nachfrage nach dieser Dienstleistung kontinuierlich steigt. Das zunehmende Verkehrsaufkommen führt zu enormen Herausforderungen insbesondere in großen Städten. Als Antwort darauf erschließt Urban Air Mobility den bisher fast ungenutzten Luftraum für Mobilitäts-Dienstleistungen.
Dieser Wandel der Mobilität ist in vollem Gange. Statt abzuwarten und zuzusehen haben wir die Zukunft schon immer aktiv mitgestaltet.
P3 besteht aus unkonventionellen, pragmatischen Querdenkern, die innovative Ideen zum Leben erwecken und bis zur Anwendung und zum Erfolg führen. Wir bringen eine breit gefächerte Expertise aus den Bereichen Automobil, Luftfahrt und Telekommunikation mit. Diese Bereiche sind Teil dessen, was auch Urban Air Mobility im Kern ausmacht. Unsere Rolle ist die eines Integrators an den Schnittstellen zwischen Innovatoren, Regulatoren und Anwendern.
Große Herausforderungen können oft nur gemeinsam gelöst werden. Deshalb begrüßen wir die Urban Air Mobility Initiative in Ingolstadt und freuen uns darauf, diese aktiv mit zu gestalten.“

Geschäftsführer Holger Imhof: „Das UAM-Programm ist in seiner Dimension einzigartig in Europa. Wir von WK IT GmbH sind für unsere Forschungsarbeit und den Praxisbezug zur Realisierung von Digitalisierungsprojekten bekannt. Deshalb sind wir davon überzeugt, dass wir dem Leuchtturmcharakter des UAM-Programmes eine weitere innovative Note verleihen und den Technologiestandort Ingolstadt mit unserer Erfahrung bereichern werden.“

Firmendarstellung P3
Die P3 group steht für internationale Beratung und hochspezialisierte Ingenieurdienstleistungen. Strategien, Konzepte und Prozesse verbinden wir mit pragmatischer Umsetzung – bis zum Erfolg. Sie ist mit über 3.000 Ingenieuren und Beratern in ganz verschiedenen Branchen tätig und steht für die Verbindung von Beratungsleistungen wie Strategie und Konzeption mit dem Projektmanagement bis zur fachlichen Expertise auf höchstem technischem Niveau. Für führende Unternehmen arbeitet sie an den Top-Themen von morgen in ganz unterschiedlichen Branchen wie Automotive, Aviation, Digitalisierung, Testing, Energie, Telekommunikation, Programmierung und Sicherheit.
www.p3-group.com

Firmendarstellung WK IT GmbH
Die WK IT GmbH ist nicht nur ein Innovationsführer am Technologiestandort Ingolstadt, sondern gehört mittlerweile zu Deutschlands Innovationselite. Als amtierender Gewinner des ‚1. Ingolstädter Mittelstandspreises‘ und ausgezeichnet mit dem nationalen Award 'TOP-Innovator 2018' steht die IT-Manufaktur im Herzen Bayerns für wertvolle Innovationskraft, Impulse und agile Methoden. Egal ob IT-Beratung, Softwareentwicklung oder IT-Betrieb: Das Team der WK IT berät und betreut große und mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Immobilien und Sport sowie dem Marken-, Event- und Handelssektor.
www.wk-it.com 


Mit der Unterschrift des Manifesto of Intent hat die MTU Aero Engines AG im Januar 2019 ihre Mitarbeit in der Ingolstädter Urban Air Mobility Initiative besiegelt. Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel begrüßte hierzu den Programmvorstand Michael Schreyögg am 25. Januar 2019 im Historischen Sitzungssaal des Alten Rathauses.

„Mit MTU Aero Engines, dem führenden deutschen Triebwerkshersteller, beteiligt sich ein weiteres internationales Unternehmen an unserer Initiative, das gibt zusätzlichen Schub! MTU ergänzt den Reigen von Audi, Airbus und Deutscher Bahn – es freut mich, dass es gelungen ist, eine solch erstklassige Kompetenz deutscher Industrieunternehmen in einem gemeinsamen Projekt zu vereinen“, so Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel. „Dies dient gleichzeitig auch dem Ansehen Ingolstadts und der Forschungsqualität unserer beiden Hochschulen.“

MTU Programmvorstand Michael Schreyögg: „Als innovations­starkes Unter­nehmen gestalten wir die Luft­fahrt aktiv mit – heute und morgen. Während wir unsere heutigen Produkte grüner, leiser und effizienter machen, befassen wir uns parallel bereits intensiv mit hybrid-elektrischen Antrieben für Flugzeuge. In die Urban-Air-Mobility-Initiative bringen wir uns sehr gerne mit unserem gesamten technologischen Know-how ein. Vom Potenzial von neuartigen Konzepten für den Transport von Fluggästen sind wir überzeugt und untersuchen deshalb, wie dieser Zukunftsmarkt unser Geschäftsmodell erweitern könnte.“

Die MTU Aero Engines ist der führende deutsche Triebwerkshersteller und weltweit etabliert. Das Unternehmen entwickelt, fertigt, vertreibt und betreut zivile und militärische Luftfahrtantriebe aller Schub- und Leistungsklassen sowie stationäre Industriegasturbinen. Die MTU ist mit Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in wichtigen Regionen und Märkten weltweit präsent.


Ingolstadt setzt seinen Weg zum Kompetenzzentrum für Drohnen, Flugtaxis und digitale, autonome Mobilität konsequent fort. Auch die Deutsche Bahn beteiligt sich nun am Modellprojekt zur Erforschung von Fluggeräten für die urbane Mobilität.

Die Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär, DB-Vorstand für Digitalisierung und Technik Prof. Dr. Sabina Jeschke und Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel unterzeichneten am 16. Januar 2019 im Beisein des Bundestagsabgeordneten Dr. Reinhard Brandl in Berlin eine entsprechende Absichtserklärung. In Modellversuchen sollen in Ingolstadt Einsatz von Drohnen und Flugtaxis sowie die erforderlichen Rahmenbedingungen untersucht werden. Für die DB liegt das Potential von Drohnen vor allem in einer schnelleren und effizienteren Inspektion des Streckennetzes.


Im Historischen Sitzungssaal unterzeichneten am 14. September 2018 Gewerkschaftsvertreter das „Manifesto of Intent“ und werden somit zu Partnern des Projekts Urban Air Mobility. „Es ist ein kraftvolles Zeichen für die Region, für Wissenschaft und Wirtschaft! Der DGB Stadtverband und die Gesamtbetriebsräte von Audi und Airbus, die insgesamt rund 70.000 Menschen in der Region vertreten, stellen sich an die Seite der Flugtaxi-Initiative. Darüber freue ich mich sehr, denn es ist ja nicht nur ein wichtiges Forschungsprojekt, sondern es geht auch um die Arbeitsplätze der Zukunft für unsere Region!“

Mit dem Projekt „Flugtaxi“ sollen verschiedene Anwendungen im Bereich der Luftmobilität erforscht werden, gleichzeitig sollen damit auch in Zukunft Arbeitsplätze für Entwicklung, Erprobung und Produktion der Fluggeräte in der Region geschaffen werden. Dies, so der Oberbürgermeister, sei ein wichtiger Beitrag für den Wohlstand von morgen.

“Aufstieg in die dritte Dimension“ - Donaukurier-Bericht vom 14.9.2018

Startschuss für „FreeRail“

Anfang des Jahres hat sich die Deutsche Bahn der Ingolstädter Urban-Air-Mobility-Initiative (UAM) angeschlossen. Der Bahn geht es dabei zunächst weniger um die sogenannten Flugtaxis, sie setzt vielmehr auf Drohnen, um ihr rund 34.000 Kilometer langes Schienennetz zu überwachen und zu warten.
Die Stadt Ingolstadt hat deshalb zusammen mit einem Projektkonsortium beim Bundesverkehrsministerium einen Antrag auf Fördermittel im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds (mFUND) für das Projekt „FreeRail“ gestellt.
Der Antrag wurde nun bewilligt und das Projekt kann zum 1. September starten.
Konkret heißt das, die Bahn lässt autonom betriebene Drohnen die Gleise entlang fliegen und dabei beispielsweise erfassen, ob Büsche oder Bäume den Gleisen zu nahe kommen, ob Unwetter- oder andere Schäden am Streckennetz zu erkennen sind, ob Gegenstände die Gleise blockieren usw.
Die Drohnen, die hier zum Einsatz kommen sollen, können Strecken von rund 25 bis 30 Kilometern zurücklegen bzw. bis zu eineinhalb Stunden in der Luft bleiben.
Wann und wo genau die erste Drohne tatsächlich startet, sei allerdings noch nicht bekannt, sagt Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle.
Konsortialführer des Projekts ist die Quantum Systems GmbH aus Gilching, die die Drohnen konstruiert. Außerdem gehören dem Konsortium die geo-konzept Gesellschaft für Umweltplanungssysteme mbH, die Technische Hochschule Ingolstadt, die DB Fahrwegdienste GmbH und die Stadt Ingolstadt an.
Der Stadt Ingolstadt geht es vor allem darum, die Bürgerinnen und Bürger in das Projekt zu integrieren. „Wir sehen zwar, dass viele Bürger an UAM interessiert sind, dass es aber noch viele Vorbehalte gibt“, meint Preßlein-Lehle. Es sei wichtig, die Bevölkerung über den Verlauf des Pilotprojekts zu informieren und zu zeigen, dass die Gleisüberwachung mit Drohnen die Störfälle im Bahnbetrieb verringern könne.
Die Studie soll Aufschluss darüber geben, welche Vor- und Nachteile die Bevölkerung einer Großstadt im Einsatz von Drohnen sieht, wie mögliche Sicherheitsbedenken ausgeräumt und wie Lärmbelästigung vermieden werden kann.


Aktuelle Berichte zu Urban Air Mobility