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Urban Air Mobility - Mobilität in der 3. Dimension

In der Region Ingolstadt soll die städtische Mobilität der Zukunft erprobt werden. Ingolstadt hat bereits viele Anstrengungen unternommen, um auf dem Technikfeld rund um digitale und autonome Mobilität vorne mit dabei zu sein. Hier erfahren Sie, was sich hinter dem Modellprojekt „Urban Air Mobility“ verbirgt.

Die von der Europäischen Kommission unterstützte Initiative „Urban Air Mobility“ will in praktischen Studien den Einsatz von Fluggeräten für die urbane Mobilität erforschen. In Modellversuchen soll untersucht werden, welche Einsatzgebiete sinnvoll sind und wie Rahmenbedingungen gestaltet werden müssen. Hierbei soll die Bevölkerung in die Machbarkeitsstudien aktiv einbezogen werden und die Belange hinsichtlich Lärm und Sicherheit müssen natürlich berücksichtigt werden. Welche Modellversuche durchgeführt werden, steht derzeit noch nicht fest, sondern ist Bestandteil weiterer Abstimmungen.

Warum in Ingolstadt?

Mit den ansässigen Unternehmen Audi und Airbus, mit der Technischen Hochschule und dem Forschungszentrum Carissma, mit der Ansiedlung des Fraunhofer Anwendungszentrums für vernetze Mobilität, der Aufnahme der THI in das Forschungsnetzwerk künstliche Intelligenz und der geplanten Teststrecke für autonomes Fahren „Erste Meile“ entwickeln sich Ingolstadt und die Region immer mehr zu einem Zentrum für die Erforschung und Erbprobung von Mobilitätslösungen. Dies stärkt den Wissenschaftsstandort Ingolstadt, die Unternehmen vor Ort und sichert und schafft Arbeitsplätze in Ingolstadt. Insgesamt also wichtige Maßnahmen für die Zukunftsfähigkeit des Standorts.

Ingolstadt hat in letzter Zeit viele Anstrengungen unternommen, um auf dem Technikfeld rund um digitale und autonome Mobilität vorne mit dabei zu sein – warum, das erklärt Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel in seinem Podcast.

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Worum geht es beim Projekt Urban Air Mobility?

Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung am 19. Juni 2018 haben die Stadt Ingolstadt und die umliegenden Landkreise, der Freistaat Bayern und verschiedene Partner aus Industrie und Forschung ihre Bereitschaft erklärt, in der Region Ingolstadt innovative Mobilitätskonzepte für den Luftraum entwickeln und erforschen zu wollen. Vorstellbar wäre die Erprobung in verschiedenen Anwendungen: im Bereich des Rettungswesens, für den Transport von Blutkonserven und Organen, im Bereich der öffentlichen Sicherheit oder in der Personenbeförderung („Flugtaxi“). Bei diesen Modellversuchen ist wichtig zu betonen, dass ein Flugtaxi den ÖPNV ergänzen, aber keinesfalls ersetzen soll. Die Bevölkerung wird in die Machbarkeitsstudien aktiv einbezogen und die Belange hinsichtlich Lärm und Sicherheit müssen natürlich berücksichtigt werden.

Projektpartner

Häufige Fragen zum Projekt (FAQ)

Wann fliegt das erste Flugtaxi in Ingolstadt?

Das ist noch niemandem bekannt. Im ersten Schritt haben sich Stadt, Region und zahlreiche Partner aus Industrie und Forschung zunächst einmal bereit erklärt, an der Idee möglicher Einsatzfelder grundsätzlich zu arbeiten. Hierbei müssen natürlich zunächst wichtige Fragen zu Konzepten, Routen, Finanzierung, Sicherheit, Lärm, Genehmigungen, etc. geklärt und (auch mit der Öffentlichkeit!) diskutiert werden. Das Projekt steht derzeit ganz am Anfang.

Wie ist der zeitliche Ablauf?

In der ersten Phase (Juni/Juli 2018) haben sich zunächst die interessierten Projektpartner gefunden. Dies sind die Stadt Ingolstadt und die Landkreise der Region, Bund und Freistaat, Hochschulen und Forschungseinrichtungen und viele namhafte Unternehmen und Institutionen.

Die zweite Phase beginnt mit einem Kick-off-Workshop (Ende Juli 2018), in dem alle Beteiligten erstmals über ihre unterschiedlichen Vorstellungen sprechen werden. Ab Herbst 2018 sollen dann in Arbeitsgruppen und vielen weiteren Terminen mögliche Anwendungen geplant und geprüft werden. Sobald es hierbei konkreter wird, wird die Öffentlichkeit näher informiert und eingebunden. Am Ende der zweiten Phase soll ein Konzeptpapier stehen, das alle offenen Fragen hinsichtlich Routen, Finanzierung, Sicherheit, Lärm, Genehmigungen, etc. geklärt hat. Bis wann das der Fall sein wird, kann heute noch nicht abgeschätzt werden.

Erst anschließend wird entschieden, ob dieses theoretische Konzept in einen praktischen Modellversuch (=dritte Phase) münden wird, oder nicht.

Welche Anwendungsgebiete kann man sich vorstellen?

Vorstellbar wäre die Erprobung in verschiedenen Bereichen, die der Öffentlichkeit einen unmittelbaren Nutzen bieten. Etwa im Rettungswesen, für den Transport von Blutkonserven und Organen, im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Verkehrsbeobachtung oder in der Personenbeförderung („Flugtaxi“). Bei diesen Modellversuchen ist wichtig zu betonen, dass ein Flugtaxi den ÖPNV ergänzen, aber keinesfalls ersetzen soll. Natürlich müssen Fragen der Sicherheit, der Routen und möglicher Lärmbelastungen diskutiert und geprüft werden.

Wie werden die Bürger beteiligt?

Das Projekt steht derzeit am Anfang. Es ist noch nicht klar, wie und wann ein Modellversuch stattfindet. Zunächst müssen die interessierten Projektpartner sich über eine gemeinsame Vorstellung einigen, bevor es in die nächsten Schritte gehen kann. Sicher ist aber, dass es, sobald es nähere Überlegungen zu möglichen Anwendungen gibt, auch eine umfangreiche Information und Beteiligung der Bevölkerung geben wird. Dies ist bereits vereinbart.

Wieso löst man nicht erst die Verkehrsprobleme auf den Straßen?

Das Projekt der „Urban Air Mobility“ ist ein Forschungsprojekt, an dem vorwiegend die Unternehmen der Industrie mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen arbeiten werden. Für Stadt und Region ist es aus Gründen der Strukturpolitik (Standortsicherheit, Arbeitsplätze) wichtig, dass Forschung und Entwicklung bei uns stattfinden können und nicht etwa im Ausland. Da für die Forschungsprojekte auch Fördermittel von EU, Bund und Land erwartet werden, geht diese Initiative nicht zu Lasten anderer kommunaler Projekte.

Die Beteiligung der Stadt Ingolstadt an diesem Projekt bedeutet nicht, dass andere Aktivitäten zur Verkehrsverbesserung, die Sanierung von Straßen und die beschlossenen Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrradwege zurückgestellt oder vernachlässigt werden. Diese Maßnahmen laufen selbstverständlich weiter und werden auch künftig durch neue Projekte ergänzt werden.

Das sind doch alles Hirngespinste, oder?

Flugtaxis klingen zunächst nach Science-Fiction und James-Bond-Film. Aber die Zukunft ist näher als man denkt. Verschiedene Anbieter haben flugfähige Modelle, die kurz vor der Zulassung stehen. Airbus hat beispielsweise angekündigt, dass Ende des Jahres der CityAirbus im Flugbetrieb getestet werden soll. In Dubai gab es bereits erste Testflüge eines elektrischen Flugtaxis zur Personenbeförderung. Weltweit arbeiten rund 50 verschiedene Firmen an „flying vehicles“, viele sind bereits als Prototypen im Testeinsatz.

Experten gehen davon aus, dass für die Mobilität der Zukunft auch der Luftraum über Städten und Ballungsgebieten in der urbanen Mobilität eine wichtige Rolle spielen wird. Ob das so kommt und wann es soweit sein wird, steht freilich noch in den Sternen.

Sind Flugtaxis noch Zukunftsmusik - oder schon sehr real?
Prof. Florian Holzapfel von der Technischen Universität München ist Spezialist für Flugsysteme und Flugrobotik - im Gespräch mit Bayern2 erläutert er, welche Technologien Flugtaxis zu einer realistischen Option machen.

Drohne, Flugtaxi oder fliegendes Auto - was ist das eigentlich?

Über 50 Unternehmen, so heißt es, sind weltweit damit beschäftigt ein fliegendes Auto zu entwickeln. Bei vielen der Flugauto-Konzepten verschwimmen die Grenzen zwischen Auto und Fluggeräten wie Drohnen oder Tragschraubern. Die meisten Systeme arbeiten mit elektrischem Antrieb und sollen autonom fliegen können. Einen Überblick gibt MDR Wissen und stellt vier verschiedene Konzepte vor.

Vielfach gehen Forscher davon aus, dass wir in Zukunft keine eigenen Autos mehr besitzen werden, sondern uns Mobilität als individuelle Dienstleistung buchen, dann wenn wir sie benötigen. Schließlich stehen unsere Autos die meiste Zeit des Tages ungenutzt in Garagen oder auf Parkplätzen. Diesem Gedanken der temporären Nutzung folgend, wird beim fliegenden Auto auch vom „Flugtaxi“ gesprochen, um diese zeitweise Nutzung auszudrücken.

Sind diese Flugtaxis nicht unglaublich laut und bringen zusätzliche Abgase?

Die meisten der Fluggeräte, die derzeit entwickelt werden, haben einen elektrischen Antrieb. Insofern gibt es keine Abgase im Flugbetrieb. Offene Fragen zur Lärmvermeidung, der Routenführung, der Infrastruktur (Landeplätze) oder der Koordinierung des Verkehrs im Luftraum sind noch zu klären – eben dies soll mit Modellversuchen geschehen.

Grundlagen der Beteiligung der Stadt Ingolstadt

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 8. Februar 2018 einstimmig den Grundsatzbeschluss »Digitales Ingolstadt - Zukunftsfähiges Ingolstadt« gefasst. Darin heißt es unter anderem:
„11. Die Stadt Ingolstadt positioniert sich als Pilotstadt für digitale/autonome Mobilität. Dazu ist die Stadt bereit, u.a. den Unternehmen der Region im öffentlichen Raum Test- und Pilotstrecken (-felder) zur Verfügung zu stellen, auf (in) denen neue Technologien erprobt und eingeführt werden können, (…) Der Stadtrat ist über die Streckenauswahl und -varianten und die geplanten Erprobungsmaßnahmen zu informieren.“


Sitzungsvorlage vom 26. Juli 2018 - European Innovation Partnership on Smart Cities and Communities Urban Air Mobility - Initiative von Stadt und Region Ingolstadt  

Ausschreibung Projekt Urban Air Mobility (deutsche Übersetzung)


Projektphase 1

Pressemitteilung vom 19. Juni 2018

Press Release (english)

Mobility in the 3rd dimension

Weitere Informationen zur Urban Air Mobility Initiative (english)

Weitere prominente Unterstützung erfährt die Bewerbung der Region Ingolstadt als Modellregion zur Erprobung von Flugtaxi-Konzepten. Am 20. Juni haben in Berlin Andreas Scheuer, der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dorothee Bär, Staatministerin für Digitalisierung, Abraham Schot, Kommissarischer Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG und Grazia Vittadini, Chief Technology Officer von Airbus gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel und Bundestagsabgeordneten Dr. Reinhard Brandl eine entsprechende Erklärung unterschrieben.

Pressemeldung der Bundesregierung vom 20. Juni 2018

Audi unterstützt Ingolstädter Flugtaxi Projekt

Pressemitteilung vom 20. Juni 2018

Gemeinsam mit anderen teilnehmenden Städten und Regionen hat Ingolstadt seine Bewerbung im Rahmen der Europäischen Ratspräsidentschaft Ende Juni in Sofia der Europäischen Innovationspartnerschaft der smarten Städte und Gemeinden (EIP-SCC) präsentiert. Im nächsten Schritt findet Ende Juli der Kick-Off-Workshop der beteiligten Partner statt.

Manifesto of Intent, Juni 2018 (english)

Presentation Sofia (english)

Presentation EIP-SCC in Sofia (english)

Projektphase 2

Mit dem Kick-off-Workshop am 25. Juli 2018 trat das UAM-Projekt in die zweite Phase ein. Hier geht es nun darum, konkrete Anwendungsbeispiele zu finden und die nötigen Strukturen sowie rechtlichen und technischen Voraussetzungen für ihre Umsetzung zu schaffen. Bis Ende des kommenden Jahres sollen in Testanwendungen erste Fluggeräte in „geschützten Testfeldern“ im Einsatz sein.

An dem Kick-off-Workshop nahmen rund 70 Vertreter von etwa 40 Unternehmen, Institutionen und Organisationen teil. Darunter waren Repräsentanten der Europäischen Union, der Europäischen Kommission, Bundes- und Landesministerien sowie der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) und der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt (EUROCONTROL) sowie weitere Organisationen und Behörden. Außerdem nutzten zahlreiche Firmen und Unternehmen, die an der Entwicklung und Herstellung von „Flugtaxis“ arbeiten, die Chance, ihre Ideen und Vorstellungen einzubringen.

Weitere Unterstützung für Flugtaxi-Initiative

Im Historischen Sitzungssaal unterzeichneten am 14. September 2018 Gewerkschaftsvertreter das „Manifesto of Intent“ und werden somit zu Partnern des Projekts Urban Air Mobility. „Es ist ein kraftvolles Zeichen für die Region, für Wissenschaft und Wirtschaft! Der DGB Stadtverband und die Gesamtbetriebsräte von Audi und Airbus, die insgesamt rund 70.000 Menschen in der Region vertreten, stellen sich an die Seite der Flugtaxi-Initiative. Darüber freue ich mich sehr, denn es ist ja nicht nur ein wichtiges Forschungsprojekt, sondern es geht auch um die Arbeitsplätze der Zukunft für unsere Region!“

Mit dem Projekt „Flugtaxi“ sollen verschiedene Anwendungen im Bereich der Luftmobilität erforscht werden, gleichzeitig sollen damit auch in Zukunft Arbeitsplätze für Entwicklung, Erprobung und Produktion der Fluggeräte in der Region geschaffen werden. Dies, so der Oberbürgermeister, sei ein wichtiger Beitrag für den Wohlstand von morgen.

"Aufstieg in die dritte Dimension" - Donaukurier-Bericht vom 14.9.2018

  • Treffen der Projektpartner des Modellprojekts Urban Air Mobility im Audi Sportpark am 8.10.2018 © Stadt Ingolstadt / Roessle, Ingolstadt, Oktober 2018
  • Treffen der Projektpartner des Modellprojekts Urban Air Mobility im Audi Sportpark am 8.10.2018 © Stadt Ingolstadt / Roessle, Ingolstadt, Oktober 2018
  • Projektpartner des Modellprojekts Urban Air Mobility im Audi Sportpark © Stadt Ingolstadt / Roessle, Ingolstadt, Oktober 2018
  • Unterzeichnung des "Manifesto of Intent Urban Air Mobility" © Stadt Ingolstadt / Roessle, Ingolstadt, September 2018
  • Pressegespräch Kick-off-Workshop Urban Air Mobility in Ingolstadt © Stadt Ingolstadt / Betz, Ingolstadt, Juli 2018
  • Kick-off-Workshop Urban Air Mobility in Ingolstadt © Stadt Ingolstadt / Betz, Ingolstadt, Juli 2018
  • Tagung der Europäischen Innovationspartnerschaft der smarten Städte und Gemeinden (EIP-SCC) in Sofia © Stadt Ingolstadt / Meier, Sofia, Juni 2018
  • V.l. der Leiter und Ko­ordinator der Initiative Dr. Vassilis Agouridas, Bundestags­abgeordneter Reinhard Brandl, Ingolstadts Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel, die bayerische Wissenschafts­ministerin Prof. Dr. Marion Kiechle, Bayerns Wirtschafts­minis © StMWi, München, Juni 2018
  • Die Ingolstädter Bewerbung für die Urban Air Mobility Initiative erhält große Unterstützung © StMWi, München, Juni 2018
  • UAM Unterzeichnung Berlin © BMVI, Berlin, Juni 2018
  • V.l. Dr. Christian Lösel, Dr. Reinhard Brandl, Grazia Vittadini, Andreas Scheuer, Bram Schot © BMVI, Berlin, Juni 2018
  • Dorothee Bär, Staatministerin für Digitalisierung und Andreas Scheuer, der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur © BMVI, Berlin, Juni 2018
  • Kick-off-Workshop Urban Air Mobility © Stadt Ingolstadt / Betz, Ingolstadt, Juli 2018

Aktuelle Berichte zu Urban Air Mobility